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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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439
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C a m

denkende» Baumeistern nicht ganzüberflüssig scheinen.

Die vornehmste Eigenschaft einesguten Camines ist diese, daß er Keyeinem hinlänglichen Zug, um allenRanch abzuführen, einen nicht garzu starken Zug in dem Zimmer ver-ursache, welches der Fehler fast allerCamine ist, die 'eine weite Oefnungüber dem Fcuerheerd haben. Ein et-was starkes Feuer verursachet einenZug in dem Zimmer, der beynahe ei-nem Wind gleichet, wodurch auchzugleich alle warme Luft aus demZimmer wcggeführet wird. DiesemFehler wird dadurch abgeholfen, daßdie Rohre oder der Schornstein, gegendcn Hccrd des Camines ins enge ge-zogen wird. Ich habe selbst einigeCamiue über den Sturz zuwolben,und nur mitten in dein Gewölbe eineOeffnungvon 5 Zoll ins Gevierte ma-chen lassen, und diese Art sehr vor-theilhaft gefunden. Nur muß dabei)veranstaltet werden, daß die Schorn-steinfeger von oben in die Rohre kom-men können, und gegen das untereEnde müssen die Rohren, als eine um-gekehrte Pyramide, nach und nachenger werden, daß der herunterfal-lende Ruß nirgends aufsitze, sondernauf den Hecrd herunterfallen könne.Die Oefnung wird durch einen überden Sturz angebrachten Schieber,sobald das Feuer ausgebrennt ist, zu-gemacht. An solchen Caminen habeich oft beobachtet, daß der Schieberbey ziemlich starkem Feuer, bis aufzw«) Finger breit konnte eingescho-ben werden, so daß die ganze Oef-nung nur 5 Zoll lang und etwa 2 Zollbrcir geblieben, ohne daß der Caminrauchte, Aber in diesen Camincnmuß das Holz an der Feuermauer indie Hohe gestellt, und in der Mittegut zusammengehalten werden. Alsokann man eine enge Oefnung als einewesentliche Eigenschaft eines gutenCamiues ansehen. Hiernächst wirddie Würkung eines Camines sehr ver-

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mindert, wenn er tief in die Mauergelegt wird. In diesem Fall genießtman fast keine Wärme, als die unmit-telbar von dem Feuer kommt, weildie Mauren selbst wenig erwärmtwerden. Darum ist es gut, daß dieRohre nicht ganz in die Dike derMauer, sondern gegen das Zimmerhcrausgelegt werde, so daß drey Sei-ten desselben in das Zimmer heraus-stehen. Weil diese durch das Feuererwärmet werden, welches, da mansie nicht mehr als einen halben Stein(fünfZoll) stark zu machen braucht,allemal geschieht: so thun sie einiger-maßen den Dienst eines Ofens, undunterhalten die Warme im Zimmer,wenn gleich das Feuer bereits ausge-gangen ist.

In Ansehung der Bekleidung undVerzierung der Camine, wird ein ver-ständiger Baumeister zwischen demschwerfälligen Geschmak der alternBaumeister, welche die Camiue mitSäulen oder Wandpfeilern, und ei-nem darüber gelegten formlichen Ge-bälkc, bekleidet hatten, und der un-verständigen Ausschweifung vielerNeuern, die Schnörkel mancherlei)Art,, Muscheln und Laubwerk da-bey anbringen, leichte die Mittel-straffe halten. Einfache Gewände,ohne viel Glieder, und ein gerader,mit einem guten Gesims versehenerSturz dqrüber, ohne alles Schnitz-werk, ist ohne Zweifel das schiklich?sie dazu.

Von Anlegung und Verzierungder Camine handeln, unter mehrcrn, infranzösischer Sprache: Illvre 6'Hu-reis ec 6e (Remineez, p. Lsrdec, Zr.p. ^,dr. Lalle, ?sr. iLz z. t. !Z Bl.?Die/trcdiretl. mnücrne, ou l'srr 6sdien b)rie, 5723.4. - B. B. 1»Ld. 2z. S. 62. Jean Frc. Blondcl,in s. W. l)s lg Oitkridurion lles dllol-long 60 Illzitance, B. >. S. ioz. (Delg prccsucion gu'il (zur prcnllre pour

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