Cad
der Name der Discanrclauftl gege-ben , weil die oberste Stimme insge-mein so schließt. Sie nimmt bis-weilen auch diese, aber weniger kraf-tige Form an:
Die dritte Form wird die Tenorca-denx genannt, weil dieseStimmeins-gemein so schließt. Diese stellt dieRuhe nicht vollkommen her, da siemit der Terz aufhöret, und könntealso für sich allein mir einen kleinenRnhepnnkt machen.
Die vierte hat den Namen der Alt-cadenz bekommen, weil in vielstimmi-gen Sachen der Alt insgemein imHauptschlusse diesen Ausgang desGesanges hat- Für sich selbst wür-de sie, obgleich die Quinte, womitssesich endiget, eine vollkommene Con-sonanzist, keine würkliche Ruhe, son-dcrnchlos einen Aufhalt oder Still-stand erwckcn.
Diese Cadenzen werden in vier-stimmigen Gesangen, zum völligenSchluß des Gesanges mit einanderverbunden, und daraus entsteht dievollkommenste Art der vielstimmigenFinalcadenz.
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Ein vielstimmiger Schluß bekommtdie Hauptkraft von den Cadenzender bcpden äußersten Stimmen, undwird am vollkommensten, wenn die-sc durch die Baß - undDiscantcadcn-zen schließen. Von dieser vollkom-mensten Form kann man auf vieler-lei) Weise abweichen, und dadurch dieRuhe des Schlusses immer unvoll-
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kommener machen, je nachdem es dieNatur der Cadenz erfodcrt.
Da selbst die vollkommenste Ca-denz, und also um so viel mehr dieandern geschwächt werden, wenn derGesang auf der letzten Note nicht solange liegen bleibt, bis das Gefühlder Ruhe in etwas bestätiget wird,sondern sogleich auf andre Töne fort-schreitet: so entstehet auch daher einMittel, eine Cadcnz zu schwachen.
Es ist vorher als eine Eigenschaftder Cadenz gesetzt worden, daß derletzte Ton derselben im Niederschlagdes Takts, folglich der vorletzte imAufschlag des vorhergehenden kom-men müsse; dieses ist in derThae diegewöhnlichste Art, und hat eine Achn-lichkeit mit dem, was man in demVers den mannlichen Abschnitt *)nennt. Doch gicbt es auch Caden-zeit, wo diese Ordnung umgekehrtund der vorletzte Ton in den Nieder-schlag kömmt, als:
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Diese kommen mit dem weiblichenAbschnitt des Verses überein. Ineinigen Tanzen werden die Finalca-denzcn mit diesem weiblichen Aus-gang gemacht, der etwas besondersan sich hat, das sich leicht zu einemscherzhaften Ausdruk anwenden laßt.Ein solcher Schluß gleicht einiger-maßen dem plötzlichen Stillestehenmit einein, zum folgenden Schrittschon aufgehobenen, Fuße.
Das Verlangen nach der Ruhewird lebhafter, wenn sie, nachdemdas Gefühl derselben einmal erwcktworden ist, aufgehalten wird. Da-her sind bey den Cadenzen verschiede-ne Arten der Aufhaltungen entstan-den , dadurch man den Eintritt deSletzten Tones angenehmer zu machen
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*) S, Abschnitt oben S. 7.