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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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436
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Cad

deutet. Dieses macht also eine be-sondre Gattung der halben Cadenzaus *). Auch die Verwechslungendes Septimenaccords auf der Domi-nante leiden diese Fermaten.

Bis dahin haben wir die Cadenjblos in Absicht auf die Harmonie be-trachtet, in so fern sie einen harmo-nischen, großem oder kleiner» Ruhe-punkt verschaffet. Damit man sicheinen desto deutlichem Begriff vonden Cadenzen der Melodie machenkönne, bedenke man, daß ein Abschnittder Rede, der dem Sinne nach völliggeendigct wäre, so ungeschikt könntegelesen werden, daß das Ohr nachdem letzten Wort noch immer etwaserwartete. Eben so könnte ein Ab-schnitt harmonisch geendigct, durchden Gesang aber als unvollendet vor-getragen seyn. Daher entsteht alsodie Betrachtung der melodischen Ca-benz.

Es ist sogleich offenbar, daß derletzte Ton einer melodischen Cadcnznothwendig mit dem Grundton, ausdessen Tonleiter die Töne genommensind, consonircn müsse, und daß dasGefühl der Ruhe um so viel gewisserentstehet, je vollkommener die Conso-nanz ist. Also wird der letzte Tonentweder der Einklang, oder dieOcta-vc, oder die Quinte, oder die Terzdes Grundtones seyn. Dieser letzteTon muß im Niederschlag des Tak-tes eintreten, weil er auf diese Artfühlbarer wird; und aus eben demGrunde muß die Stimme, wenn dieRuhe völlig seyn soll, darauf liegenbleiben, und sich nach und nach ver-lieren. Endlich wird die Ruhe auchdadurch fühlbarer, wenn dem letztenTon einer vorhergehet, der das Ge-fühl des Schlußtones zum voraus cr-wckt; dieses nennt man die Vorbe-reitung der Cadenz: diese muß alsonn Aufschlag des vorletzten Takts ge-sch ehcn. Daher sind folgende Haupt-*) S. Fermate.

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gattungen der melodischen Schlüsseentstanden.

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Die erste scheinet die vollkommenstezu seyn, weil sie im Unisonus dervollkommensten Consonanz schließt,und also den Gesang an die Quelle,woraus er geflossen ist, wieder zurükgeführt hat, und zwar durch den Falleiner Quinte, der ohnedem etwasberuhigendes hat. Diese Cadcnz wirddie Äaficaven; gencnnt, weil sie die-ser Stimme vorzüglich zukommt, ob-gleich bisweilen auch die obcrnStim-men, nach dieser Formel in die Octa-ve des Grundtoncs schließen, als:

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Diese Baßcadenz nimmt bisweilen,durch Verwechslung des vorletztenAccords, diese Gestalt an:

Die zweyte Hauptform schließt durchdie große Septime des Grundtonesin seine Octave, die vollkommensteConsonanz nachdem Einklang, undhat nächst der vorhergehenden diegrößte Kraft zur Beruhigung, welchedurch das Subsemitoniuni, das den«letzten Ton vorhergeht, natürlicherWeise erwartet wird. Dieser wird

der