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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
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Bog

vorgezogen werden, wo nicht dieNothwendigkeit einen Bogen erfo-dert. Es läßt sich kaum sagen, wo-her bei) den Neuern der Gcschmakan runden Thurm und Fenstern ge-kommen ist, besonders da man ge-genwärtig die Steine so zu hauenweiß, daß auch ziemlich weite Deh-nungen gerade zugemauert werdenkönnen, ohne daß von dem Drukder aufliegenden Mauer irgend eineGefahr zu besorgen wäre.

Am unschiklichsten ist der so ge-wohnliche Fehler der meisten Bau-meister, daß sie so gar runde undvierckige Fenster in einander mi-schen, und einem Gebäude mehr An-sehen zu geben glauben, wenn sie et-wa die Mitte einer Außenseite durchrunde Fenster von den Seiten unter-scheiden. Einem an die edle Einfaltder Alten gewohnten Auge ist es schonanstoßig, mitten in einem Gebäude,zwischen vicrekigten Fenstern, einegewölbte Thür zu sehen. VerwahreGeschmak scheint schlechterdings alleBogen übern Thürcn und Fenstern zuverwerfen, und sie nur aus Nochzu dulden, wo sie unentbehrlich sind,wie bey Vogenstellungen, wovon indem nächsten Artikel gehandelt wird.

Ganz unerträglich ist es, BogenaufSäulcn gestellt zu sehen, da mansich der Vorstellung, daß die Säu-

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len durch den Druk des Vogens voneinander getrieben werden, nicht er-wehren kann. Es ist kaum begreif-lich , wie gute Baumeister in einenso gar ungereimten Fehler haben ver-fallen können, den man oft an denprächtigsten Gebäuden, wie z. E. andem Königl. Schloß in Berlin, mitVerdruß wahrnimmt.

Die Form der Bogen, und dieArt, die Steine dazu zu hauen, dieStärke der Bogen, die XVirderlazodazu, und andere zu dem blos mecha-nischen gehörigen Punkte, werdenhier übergangen.

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(*) Die hichrr gehörigen Schriftenfinden sich bey dem Art. Gcrvölbe.

Bogenstellung.

(Baukunst.)

Giesen Namen haben die deutschenBaumeister den Werken gegeben, dieman gemeiniglich niit dem französi-schen Namen Arkaden nennt. Manversteht dadurch eine Reihe von Vo-gen zwischen Pfeilern, die entwedereinen bcdckten Gang ausmachen, odereine Wasserleitung, oder eine Brüketragen, wovon man sich aus der hic-bey gefügten Zeichnung einigen Be-griff machen kann.

In der Baukunst kommen vieler- stcllungen anzubringen. Erstlich,lty Gelegenheiten vor, solche Bogen- wo ein freysiehender von oben bedck-

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