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Gange des Takts, weil der Nieder-schlag, oder die gute Zeit bey derBindung, ihren.gehörigen Accentoder Nachdruk nicht bekommen kann.Also werden in der Stimme, woBindungen sind, die Zeiten des Taktseinigermaßen verkehrt, da sie in denandern ordentlich bleiben.
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Hier wird im Basse, bey jedem Nie-derschlag, der Ton mit Nachdrnk an-gegeben; in der obern Stimme aberbekommt der Aufschlag einigen Nach-druk durch das Anschlagen einesneuen Tones, da der Niederschlag,wegen bloßer Fortsetzung des Tones,ohne Nachdruk bleibt.
Daraus laßt sich begreifen, daßdie Bindungen dem Gesang etwascharakteristisches geben können. Ins-besondre scheinet es, daß an denStellen, wo in der Empfindungmehr Verlegenheit, als Frcymüthig-keit ist, eine Folge solcher Bindun-gen sehr zu statten kommen könne.In Duetten, wo die Empfindun-gen beyder Personen, etwas gegeneinander laufendes haben, könntensie mit ungemeinem Vortheil ge-braucht werden.
Am meisten aber werden die Bin-dungen der Harmonie wegen ge-braucht, da sie das beste Mittel sind,die Dissonanzen einzuführen *). Diegebundene Note macht die Dissonanzaus, die dadurch vorbereitet ist,daß sie auf der vorhergehenden Zeitliegt, und dadurch, daß sie in dennächsten Grad unter sich tritt, auf-gelöst wird.
Geschieht die Bindung in der obernStimme, wie in dem vorher an-
*) S. Dissonanzen.
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geführten Beyfpiele, so wird durchdie Auflösung das Intervall kleiner,die Quarte wird zur Terz n. f. w.Wird aber die Bindung in der tie-fern Stimme gemacht, wie in fol-gendem Beyspiel, so werden die In-tervalle durch die Auflösung größer,die Secundcn zu Terzen, die Quar-ten zu Quinten.
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Es ist bey der Bindung der Disso-nanzen eine wesentliche Regel, wic-wol dieTonlchrer ihrer selten erwäh-nen, daß die Dauer der Dissonanznicht größer sey, als der vorherge-henden Consonanz, wodurch sie vor-bereitet worden ist. Die Ruhe, diedurch die Auflösung entsteht, mußnothwcndig, wenigstens so langedauern, als die Unruhe, auf welchesie folget, gedauert hat; widrigen-falls ist die Auflösung unvollkom-men.
Bogen.
(Baukunst.)
Ein Stük einer Mauer, das rundüber eine Oefnung weg geführt ist.Anfänglich wurden alle Oefnungcnan Gebäuden, Thürcn und Fenstern,von oben mit Holz oder mit großenStükcn Stein, auch wol gar mitmetallenen Balken zugedckt; bis manauf die schöne Erfindung gekommenist, Vogen von kleinen Steinen dar-über zu führen. Man findet wenigBeyfpiele, daß die Alten kleinereOcfnungen, dergleichen Thüren undFenster sind, mit Bogen überwölbethaben. Die vicrckigte Form derOcfnungen ist ohne Zweifel von bes-sern! Geschniak, und soll also überall
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