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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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B i lBild.

(Zeichnende Künste.)

Aicses Wort scheinet in seiner ur-sprünglichen Bedeutung einen korpcr.lichcn Gegenstand zu bezeichnen, derdurch Kunst eine ordentliche Formund Gestalt bekommen hat; denn ei-ner unförmlichen Masse eine ordent-liche Gestalt geben, heißt eigentlichbilden. Man kann demnach alles,was durch die Kunst eine solche Ge-stalt bekommen hat, es sey ausStein gehauen, oder aus Holz ge-schnitzt, oder aus einer weichen Ma-terie geformt, oder aus einer schmel-zenden gegossen, ein Bild nennen;doch scheinet es, daß man vorzüg-lich den Bildern von menschlicherund thicrischcr Gestalt diesen Namenzueigne.

Hiernächst wird dieser NamcN auchüberhaupt den Gemähldcn gegeben,indem man große Sammlungen vonGemahlden Bilocrzallerien nennt.Aus demselben Gkund werden auchdie Kupferstiche bisweilen Bilder ge-nennt. Aber auch bei) Gemahldenund Kupferstichen scheinet die mensch-liche Gestalt einen besondern Anspruchauf den Namen des Bildes zu ma-chen. Bisweilen drükt man das,was man gemeiniglich mit dein fran-zösischen Wort Portrait nennt, be-sonders auch durch das Wort Sils,noch gemeiner aber durch Bilsnisiaus.

Bildende Künste.

M?it diesem allgemeinen Namen be-zeichnet man alle Künste, welche sicht-bare Gegenstände nicht blos durchZeichnung und Farben, sondern inwahrer körperlichen Gestalt nachah-men. Diese sind die Bildhauerkunst,die Steinschneiderkunst, die Gtcni-pelschneiderknnst, die Gtukkatur-kunst, von deren seder an ihrem Ortebesonders gehandelt wird. Sie sind

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also so nahe mit einander verwandt,daß sie, so viel wir aus der Ge-schichte wissen, zugleich aufgekommen,zur Vollkommenheit gestiegen, undauch wieder gefallen sind, wie ausden historischen Nachrichten, die wirin den Artikeln Bildhauerkunst, ge-schnittene .Steine, Gehauunünzen,angeführt haben, zu sehen ist.

Bilderbltnde.

(Baukunst.)

Ast in einer Mauer eine blinde, dasist, nicht ganz durchgebrochene, Ver-tiefung, zu dem Endzwck gemacht,daß Statuen oder andre Bilder dar-inn stehen können- Man nennt siedurchgehcnds mehr mit dem franzo-sischen Namen Nische e deiche). Siewerden an den Außenseiten der Ge-bäude, oder auch inwendig an denWanden angebracht, die man mitStatuen verzieren will, damit diesebesser, als wenn sie frei) stünden,vor Schaden gesichert seyen. IhreTiefe und Hohe ist also allemal nachdem Werk abzumessen, das man hin-einsctzcn will. Man bringt sie ge-genwärtig nicht mehr so häufig an,als ehedem, da man die Gebäudemehr, als gegenwärtig geschieht,mit Bildern der Heiligen verzierthat. Sie schikcn sich auch nur da,wo das Massive einer Mauer durchetwas Mannigfaltigkeit zu unterbre-chen ist, und besonders zwischenWandpfeiler, wie an den vier Ein-gängen des Berlinischen Opern-hauses.

-H-

(*) Wo Bilderblinden (dlicdee) ei-gentlich hingehören, und von den Ver-hältnissen, welche ihnen zukommen, wird,unter mehrcrn, in dem Loursretturc ... der HH. I. F. Blondel undPatte (s. den Art. Baukunst) Bd. >.S. zio. B. z. S. izz u. f. gehandelt.Besondre blevacious äe dlicbes hat der

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