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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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403
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ger, als diese. Desto mehr aber mußder Dichter sich hüten, daß ihn derVers nicht verleite sich derselben ohneNoth zu bedienen. Dazu kann in-sonderheit der Hexameter leicht ver.führen. Beyspiele davon sind soleicht anzutreffen, daß es unnöthigist solche hier anzuführen.

Bezifferung.

(Musik.)

Aie Bezeichnung der Accorde desGeneralbasses, durch Ziffern oderdurch andre Zeichen. Derjenige,welcher den Generalbaß spielt, schlagtmit der linken Hand die Tone desBasses an, mit der rechten Handaber die, zu den Baßtonen gehöri-gen, Accorde. Man ist gewohnt,nur die Vaßtöne durch Noten aus-zubrüten, die Accorde aber durch Zif-fern, welche über die Baßnoten ge-setzt werden. Es giebt zwar Spie-ler, die sich berühmen, den General-baß ohne Bezifferung richtig zu spie-len; allein dieses ist nur alsdennmöglich, wenn sie die Partitur desTonstüks vor sich haben. Da es ei-ne ganz bekannte Sache ist, daßüber einerlei) Baß mehrere, ganzvon einander abgehende, Harmonienkönnen genommen werden: so ist of-fenbar, daß der GcNeralbaßspielerohne Bezifferung nicht wissen kann,welche von allen möglichen Harmo-nien der Tonsetzer gewählt hat, undes geschieht nur von ohngefehr, wenner die wahre trifft- Wir wollen de-nen, die sich berühmen, einen unbe-zisscrten Generalbaß richtig zu spie-len, das Urtheil eines der größtenMeister zur Warnung anführen.Wir sehen allenthalben, (sagter)daß zu einem guten AccompagnementNoch sehr viel gehöre, wenn auch dieBezifferung so ist, wie sie seyn soll.Es erhellet hieraus das Lacherlicheder Anfoderung, unbcziffcrte Bassezu accompagniren; und man sieht

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zugleich die Unmöglichkeit ein, dieletzter» dergestalt abzufertigen, daßman nur einigermaßen zufrieden seynkönnte H." Es ist also nicht zuzweifeln, daß die Bezifferung desGeneralbasses eine ganz nothwendi-ge Sache sey.

Deßwegen ist auch zu wünschen,daß die größten Meister sich vereini-gen möchten, die vollkommenste Be-zifferung ausfindig zu machen, unddieselbe alsdenn durchgehcnds einzu-führen. Denn noch itzt ist die Me-thode zu beziffern nicht nur unvoll-kommen, sondern auch wankend, in-dem cinerley Accorde nicht immer aufeincrley Art bezeichnet werden.

Die gewöhnlichen Bezifferungenwerden hier nicht angeführt, weil sie,jede in dem Artikel von dem Accord,den sie bezeichnet, besonders angezei-get worden. Also wird hier nurdasjenige angeführt, was die Beziffe-rung überhaupt betrifft.

Die UnVollkommenheit derselbenerhellet daraus, daß es auch beyden mit größtem Fleiß beziffertenBassen so sehr schwer ist, alle Fehlerzu vermeiden. Der Begleiter muß,außer den vor sich habenden Zeichen,noch gar zu viel besondre Regeln inacht nehmen, um nicht zu fehlen.Denn zurgutcnBegleitung wird nichtblos crfodert, daß man zu jeder Baß-note den rechten Accord nehme, son-dern, daß er in der schiklichsten Höhe,und in der schiklichsten Gestalt genom-men werde. Bis itzt ist noch keineBezifferung bekannt, die diese HeydenUmstände andeutet. So begnügetman sich z.B. denSextenaccord durchdie Ziffer 6 anzudeuten; ob aber dieSexte oben, oder unten, oder in derMitte liegen soll, ob sie verdoppeltwerden soll, ob man die Terz dabei)verdoppeln, oder ob man die Octavedazu nehmen soll, wird durch keine

Cc 2 Veziffe-

H S. Bach über die wahre Art das Cla-»iee zu spielen, ll. Theil. S. -Uii.