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daß man dabey eine besondre ästhe-tische Absicht hat.
Die ästhetischen Beywörter, wel-chen man sonst den Namen kpickstagiebt, dienen demnach, Vorstellun-gen, die ohne sie schon durch dieHauptworter richtig bezeichnet find,durch Nebenbegriffe einen ästheti-schen Werth zu geben. Wenn manin ihrer Wahl gluklich ist, so kommtoft die größte Kraft der Vorstellungvon ihnen her. I- Ex.
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Lommissc rsrem.
I. Z.
Sie gehören überhaupt in die Elasteder Ausbildungen, von denen wirin einem eigenen Artikel gehandelthaben.
Eben die Grundsatze, nach wel-chen ein.verständiger Künstler dieAusbildungen beurthcilt, dienen uns,den rechten Gebrauch und die Be-schaffenheit der Beywörter zu be-stimmen. Man kann leicht zu vieloder zuwenig darin:: thun; und sowie die Ausbildung uns überhauptvon dem Verstand des Künstlers ei-nen vorthcilhafren oder nachtheiligenBegriff giebt, so thut es, in Anse-hung des Dichters, der Gebrauchdieser Beywörter.
Wie etwa große Männer nicht bes-ser, als mit ihren bloßen Namen,können gcneunet werden, so giebtes auch Vorstellungen, die schon inihrer Anlage, in ihren wesentlichstenThcilen groß und vollkommen ästhe-tisch sind, und deßwegen in deinAusdruk keine Auszierung durch Bey-wörter nöthig haben; vielmehr wür-den sie dadurch geschwächt werden.Um diese Anmerkung zu erläutern,wollen wir folgende Stelle, ausHerrn Ramlers Passtons-Cantate,dem Leser vorhalten l
Gethsemane! Gethsemane! wen hörendeine Mauren
So banae, so verlassen trauren?Lrrster Lheil.
Bey 401
Ist das mein Jesus?
Bester aller Menschenkinder!
Du zagst, du zitterst gleich dem Sünder,
Dem man sein Todesurrhcil spricht.
Diese ganze Vorstellung hat etwasGroßes, das durch keine Nebenbe-griffe kann verstärkt werden. Hätteder Dichter etwa gesagt: Und diesist mein göttlicher Jesus? — Duzitterst gleich dem elenden Sünder,dem man sein gerecktes und fürch-terliches Todesurtheil ankündiget —so hatte aller Aufwand dieser Bey-wörter, die Vorstellung nicht nurnicht verstärkt, sondern geschwächt.
Wenn Cäsar, da er den BrutusUNtcr seinen Mördern erblikt, ihmzuruft: Auch du Brutus, so sagtdieses, alles was der Diktator hiersagen will, in der vollkommenstenStarke; und wenn man dem Brutusein Beywort geben wollte: Auch dumein väterlich geliebter, mein sosehr verpflichteter Brutus, so wür-de die Stärke der Rede nicht das ge-ringste gewinnen, In dergleichenFällen muß man sich der Beywörtergänzlich enthalten.
Auch in dem entgegengesetzten Fall,bey Vorstellungen, welche nur desZusammenhangs halber da sind, unddie der Dichter mit Fleiß etwas ausden Augen wegsetzt, würde man dirBeywörter sehr zur Unzeit anbringen.Die Mahler setzen oft in einem Hin-tergrund, oder im stärksten Schat-ten einzelcFiguren oder Gruppen hin,die blos des Zusammenhangs halber,oder eine sonst leere Stelle auszufül-len, da sind. Diese können sie durchkeinen lebhaften Pinselstrich erheben,weil sie sonst zu starke Würkung thä.tcn, und das Auge von wesentlichenGegenständen abzögen. Eben dieseBeschaffenheit hat es mit einigenVorstellungen in rcoenöm Künsten.Was seiner Natur nach in der Däm-merung liegen muß, das soll nichtans Licht gebracht werden. Wemiein Dichter uns auf die HandlungenC c eines