Hos B ey
die Fälle, da man erst allgemeineBeyspiele anführt, und dieselben dennnoch mit einem einzclen, dem Zuhö-rer gegenwärtig vor Augen liegendenFall bestätiget. So kann ein Redner,der von Unglücksfällen gesprochen hat,und denn sich selbst noch als ein be-sonders Beyspiel anführt, gewiß scyn,'Mitleiden zu erweken. Man erwä-ge, wie rührend folgendes ist: Lum
ckeps kmtes, I ulli'oes, ex aüorum mi-seriis et ex meis curis lsboridusgueguotiüisni's , ckwtunstos eos homi-neg iuclicsrim, gui remoti s ckuclüssmkitivnis oriam sc t!anguülitstem^itse secnti sunt, tum vero in insI>. IVIursense tsntis tsingue impio-visis pericuiis, its sum snimv alle,ctus, uc nun gussm sstis, neguecommunem onmium nockruM con-«litionem, neque bnius evencumsor-tunsmgue misersri: gui prinium,(Zum ex sionoribus continuis ksmi-l!ae msiorumgue iuvrum, unumsscenäere Arsllum lli^nitstis cos-ttus eck, venit in perieulum, ne etesguserelifts, etlisee guse sbipck»xsrsts sunt, smittst. veinüe pro-pter ckuilium növss lanllis, etiamin veteris llickrimen sciclucitur *).
Je näher vor unfern Augen dieFälle liegen, die als Beyspiele ange-führt werden, desto größer ist ihreKraft, fürnehmlich aber ist dieses vonrührenden und pathetischen Bey-spielcn zu verstehen. So wie einUnglüksfall, der in einem entferntenLande sich zugetragen hat, uns we-niger rührt, als der in unserm Va-tcrlande geschehen, und der am aller-meisten , der sich in unsrer Nachbar-schaft und vor unfern Augen ereignet;so ist es auch mit den Bcyfpielcn.
B e y w o r t.
(Redende Künste.)
Ein Wort, welches einem andern,das den Hauptbegrissder Vorstellung
Llc. L>r. pro Kuesens c. 17.
B ey
enthalt, hinzugefüget wird, um deinHauptbegriff eine ästhetische Ein-schränkung zu geben, In folgenderBeschreibung, die HaUer von einemSpiel des Landinanns, in den Alpengiebct,
Dorr stiegt ein schwerer Stein nach demgestekren Iiclc,
Von starker Hand beseelt, durch die zer-trennte vuft,
sind die durch andere Schrift ausge-zeichnete Worte, Beywörter. Mankann sie weglassen, ohne daß dieHauptvorstellung dadurch in ihrenwesentlichen Theilen Schaden leidet:allein sie dienen, diese Hauptvorstcl-lung durch Nebenbegriffe ästhetisch,das ist, sinnlicher zu machen.
Es giebt eine andre Art Beywör-ter, die man grammatische nennenkönnte, weil sie das sind, was dieGrammatiker ^cheöbivs nennen, unddie man mit den ästhetischen nicht ver-wechseln muß. Sie sind nothwcn-dig zu dem eigentlichen Sinn der Re-de, die ästhetischen aber zufällige Be-stimmungen desselben. Wenn derangeführte Dichter sagt:
Denn ein gesetzt Gemüth kann Galle süssemachen.
Da ein rerwvhntcr Sinn auf alles Wer«inuth streut.
so sind die Wörter gesetzt und ver-wohnt, grammatische, nicht ästhe-tische Beywörter. Denn sie sindzu dem Ausdruk des Hauptbegriffsnothwendig: er fehlt ganz, die Re-de hat keinen Sinn mehr, wennman sie wegläßt.
Außer diesen Heyden Arten giebtes noch eine dritte, welche die Gram-matiker dlomina pstronvmics nen-nen, die hauptsächlich dazu dienen,die Namen der Personen mit einemEhrentitel zu begleiten. So ist derAusdruk l^ius ^eneas, Trorm«'tgpizu. d. gl. Diese werden fast allezeitgebraucht, so oft die Hauptnamender Personen genennt werden, ohne