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kcn. Hat aber die Natur die Anla-ge zum Großen in die Seele geleget,so kann ein ernstliches Nachdenkenüber die größten Gegenstande in derNatur und in den Sitten, eine flech-sige Uebung alles auf große Ge-sichtspunkte zu führen, der Umgangmit großmüthigen Männern, fleißi-ges und ernsthaftes Studium der. er-habensten Werke der Knuste, destofähiger machen, durch feine WerkeVewundrung zu erwcken.
Von Bewunderung handelt, nächst dem,von Hrn. Sulzer, angeführten Home,noch Hr. Riedel in feiner Theorie XI. S.155 u. f- >te Ausg. — S. übrigens denArtikel Lkrhaben.
B e y s p i e l.
(Redende Künste.)
)ede Vorstellung des Allgemeinendurch das Besondere, kann in weit-läufigem Sinn ein Ney spiel genen-net werden; in so fern gehören dieäsopische Fabel, die Parabel, dieAllegorie, zum Beyspiel. In dercngcrn Bedeutung aber ist es ein be-sonderer Fall, in der Absicht ange-führt, daß das Allgemeine der Artoder der Gattung, wozu er gehört,mit Vortheil daraus erkennt werde.
Man bedient sich des Bcyspielssowol in der gemeinen und täglichenRede, als in dogmatischen Schrif-ten sehr häufig, um allgemeine Sä-tze, Regeln, Erklärungen durch das-selbe zu erläutern: so wie die Re-chenmeister, wenn sie eine Regel ge-ben, sogleich einen besondcrn Fallanführen, an dem sie dieselbe Stükfür Srük erklären. Die Redner undDichter haben selten nöthig, Bey-spiele in dieser Absicht anzuführen,weil sie selten solche allgemeine undabstrakte Dinge vorbringen, die ohneBcyspiele nicht deutlich genug gefaßtwürden. Dennoch brauchen sie das
Bei)
Beyspiel sehr häufig, um dasjenige,was an sich selbst schon verständlichgenug ist, mit ästhetischer Kraft zusagen und recht sinnlich zu machen.
Die Anmerkung, daß jeder desandern Zustand für besser hält, alsden seinigen, ist an sich schon ver-ständlich genug; dennoch drütte Ho-raz sie durch Bcyspiele aus:
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vix sonis^lilss sir, mulrv lsm trottuz
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ribuz aullrix,bliliria eil poriur. — —^gricolonz loulloc zu,ix Icgum»gue zierinix.
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Die Würkuug des ästhetischenBeyspiels ist verschieden. Es kanndienen, die allgemeine Wahrheit, zuderen Behuf es angeführt worden ist,auf eine ästhetische Art zu beweisen,indem esunsFallezuGcmüthe fuhrt,die wir erlebt haben, die uns also dieWahrheit fühlbar machen. Von die-ser Art ist das angeführte. Dennwer einige Erfahrung hat, muß der-gleichen Reden würklich gehört ha-ben. Diese Art, Wahrheiten, diejeder aus besonder» Fällen unmittel-bar abnehmen kann, durch Anfüh-rung solcher Fälle, als Bcyspiele, ein-zuprägen , ist durch die ganze Bered-samkeit und Dichtkunst von sehr gros-sem Nutzen. Im Grunde ist es eineBewcisart durch Jnduction "°), unddie beste Art zu überzeugen- Derglei-chen Bcyspiele kann man beweisendeZbepspielc nennen; insgemein werdenviele nach einander angeführt. Mankann sie hinter dem Satz, dessen Be-weis
») 5-rm. I. l.
S. Bcmeisatten.