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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
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nct. Horaz sieht seinen Freund,Virgil, in ein Schiff sieigen, undwünscht ihm eine glüklichc Reise.A:lf einmal fallt ihm dabei) die Ge-fahr einer seichen Reise ein; dieZärtlichkeit für seinen Freund setztihn in Schechen; er verwünscht dieErfindung solcher verwegenen Rei-sen , und nun wacht plötzlich in ihmalles auf, was er jemals über dieVerwegcnheir der Menschen gedachtoder empfunden hat. So ist derEnthusiasmus der bekannten Odean den Virgil entstanden").

Die andre Art der Begeisterungäußert ähnliche Erscheinungen in derVorstellungskraft. Sie hat ihrenGrund in einem starken Reiz, derdiese Kraft schnell angreift. Siekann von der Große, dem Reich-thuM, oder der Schönheit des Ge-genstandes entstehen. Soll dieservor-stiglich auf den Geist, und nichtbloet auf die Empfindung, würkc»,so muß er eine deutliche Entwiklungzulassen. Die Vorstellungskraft mußdas Mannigfaltige darinn erbliken,und davon gereizt werden, alles ingrößerer Klarheit zn sehen. Dar-aus entstehet eine außerordentlicheAnstrengung aller Kräfte, und, wenn. es erlaubt ist sich so auszudrüken,eine vermehrte Elasticitat der Seele,die nun groß genug zu seyn wünschet,einen solchen Gegenstand völlig zufassen. Der Geist rafft alle seineKräfte zusammen, ruft sie von allenandern Gegenständen ab, und be-strebt sich nur deutlich zu sehen.Diesen Zustand beschreibt einer un-srcr größten Philosophen in folgen-den.Worten: ph-ellolaZis parat, intsli imp-wu totarn guiciem animamvires iüas intenciere, maxime ta-inen lseultates inferiores, ita utornnis guali fanclus animas surfst,nonnillil alrius et majus alignill lpi-rer, pronusgue fuppeälcer, guo-rum oblici, guas non experti, c^uaech l.ll>. I. 0g. z.

V e g

prsevistere non poste nobis ipsts,multo nca^is »Iiis, villed imnr *).

Niemand hat die Tiefen dermenschlichen Seele hinlänglich er-gründet , um dieses völlig zu erkla-ren. Doch verdient das Wenige,was die Beobachtung hierüber andie Hand gicbt, genau erwogen znwerden.

Aus der Theorie der Empfindun-gen läßr sich begreifen, wie gewisseGegenstände eine Begierde crwcken,sie ganz zu ftssen und zu enrwikcln,und wie die Aufmerksamkeit, durchein anhaltendes Bestreben, vorzüg-lich darauf gerichtet werde. Manweiß auch, daß nicht nur die innerli-che Beschaffenheit einer Sache, son-dern auch blos zufallig damit ver-bundene Vorthcilc, dergleichen Ehreund Ruhm sind, große Kraft haben,die Würkfamkeit der Seele ganz aufsolche Gegenstände zu heften.

Hat der Geist einmal eine solchebestimmte, durch anhaltende Kraftunterstützte, Richtung bekommen, soist fem Bestreben nicht nur stark, son-dern auch anhaltend. Der gefaßteGegenstand schwebt ihm unaufhörlichvor Augen; alle andre Vorstellungenwerden nur in der Beziehung aufdenselben erwogen. So wie der Gei-zige in allem, was seine Sinnen ruh-ret, nichts als den Geldwerth, derRuhmsüchtige nichts, als was seinerEitelkeit schmeichelt, gewahr wird:so sieht der Künstler, den ein Ge-genstand stark gereizt hat, in der gan-zen Natur nichts, als in Beziehungauf denselben; nichts entgeht ihm,was er zu merken und zu fassen, nachseinem Genie, vermögend ist. Daßer den Gegenstand von allen mögli-chen Seiten und in allen möglichenBeziehungen ficht, ist sehr natürlich.Wie eine ssöllige Gleichgültigkeit ge- 'gen eine Sache alle Aufmerksamkeitauf dieselbe benimmt, daß auch das

offen-

H /cettkerie», §. zo.