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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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B a t

meistens von sehr schlechter Würkungseyn müssen; daß endlich der Baß al-lemal eine herrschende Starke habenmid nach Beschaffenheit der obernStimmen gut besetzt seyn müsse;denn nichts schwächt die Musik mehr,als wenn der Baß durch die obernStimmen verdunkelt wird.

Singende Basse sind in viclstimmi'gen Sachen eine überaus schwereSache. Denn weil der Baß, umdie Fehler gegen die Harmonie zu ver-meiden, meistenthcils steigen muß,wenn die obern Stimmen fallen, undso umgekehrt H: so kann man sehrleichte gegen den Ausdruk anstoßen.Won zwei) Menschen, die einerlei)Empfindung ausdrükcn, muß dereine die Stimme erheben, wenn derandre sie sinken laßt. Also ist einguter singender Baß allemal für einMeistcrstük zu halten.

Von dem, was der Spieler, derden begleitenden Baß führet, in Achtzu nehmen hat, wird im Artikel Be-gleitung gehandelt. Hieher geHortnoch verschiedenes, was in den Arti-kelnGeneralbaß, Besetzung, Grund-baß, gebundener Baß, Conrerbaß,angemerkt worden.

B a t a i l l e n.

(Mahlert».)

To nennen die Liebhaber der Mah-lcreyen die Ecmählde, auf welchenSchlachten, Scharmüzel und andreGefechte vorgestellt werden. Sowie die poetische Beschreibungen derSchlachten und Gefechte dem epi-schen Gedicht ein großesLebcn geben,so sind sie auch ein guter Gegenstandder Mahlercy. Der Mensch liebetsowol das, was ihn erschüttert undseine Einbildungskraft gespannt halt,als die Art des Außerordentlichen,das bey Schlachten gewohnlich'tsisi.Da sie Handlungen empfindenderWesen sind, so kennen sie auch als*) S. Bewegung.

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moralische Gegenstande angesehenwerden. Der Mahler, dem es anhinlänglichem Genie nicht fehlt, kanndabei) mehrrhnn, als blos die Phan-tasie erschüttern. ErkannmebrerleyPassionen und Charaktere schildern.Aber es wird ihm schwer, in Schlach-ten die ganze Handlung auf ein sobestimmtes Ziel hin zu führen, wiees in der Historie geschieht. Dievollkommene Einheit scheinet diesenGemahlden zu fehlen. Man siehtBestrebungen und Gegcnbcstrcbnn-gen, die auf etwas äußerliches abzie-len, das dem Zuschauer nicht rechtbekannt ist. Daher haben diese Stükesehr selten das Einnehmende einesgnren historischen Gemähldes, dessenHandlung genau bestimmt ist.

Doch kann es auch besondre Fallegeben, wo eine Bataille in diesemEtük der Historie gleich kommt.Von dieser Art wäre die Vorstel-lung eines Gefechts um einen todtcnKörper, da die eine Parthey denLeichnam ihres Heerführers vor demFeind beschützen wollte. Ueberhanptwird ein recht großes Genie auch insolchen Sachen allemal ein Leben undeine Moral in das Gemähldebringen,davon in den Stükcn der gemeinenMahler keine Spuhr anzutreffen ist.

Diese Art crfodert ein großesFeuer. Denn die Lebhaftigkeit undHeftigkeit der Handlungen und Stel-lungen sind dabei) das vornehmste.Sehr merkwürdige oder sehr rühren-de Situationen wird nur ein Wählervon großem Genie darum anbringenkönnen. Der Pataillenmahler mußeine feurige und kühne Zeichnung,und ein Colorit von derselben Be-schaffenheit haben. Ueber das Be-sondre, was der Bataillenmahlerzubemerken hat, giebtÄ.eonh. de Vincieinen sehr lehrreichen Unterricht, denkein Mahlcr ohne Nutzen lesen wird *).

In

*) S. IV-MS äs Is pennure psr l.eon»barg äs Vinci. Lllsp.I.XVII.