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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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292
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29 z Bal

B c. l

Allegorie derselben seyn. Hat derBalletmcister eine bestimmte Hand-lung gewählt, so muß er, wie derMahler, die vorzuglichen Augcnblikederselben zuerst aufsuchen. So viclderen in der Handlung sind, so vielAbsätze oder Perioden muß sein Bal-let haben. Denn muß er auf einegeschikte mahlcrische Vorstellung sol-cher Augen'olikc denken, welche eigent-lich die Hauptsache seiner Vorstellungausmachen. Was zwischen diesenAugenbliken liegt, ist von gemäßig-ten! Inhalt, wozu er schikliche Be-wegungen und Tanze erfinden muß,die dem Charakter und den Sittender Personen gemäß sind. Dabei)sollten die zur Mode gewordenen s>?m-mctrischcn Stellungen und Bewe-gungen der Personen eben so sorgfäl-tig vermieden werden, als der Mah-ler sie vermeidet. Es kann nichtshelfen, wenn alle Personen einerlei)Bewegung und Stellung haben, undso aussehen, wie eine einzige tan-zende Person, die man durch ein viel-seitiges Glas zehnfach sieht.

Man hat in dem vorigen Jahr-hundert an einigen Hofen Schau-spiele aufgeführt, die den NamenBallett gehabt. Sie waren abermit Gesang und mit Reden unter-mengt. Durch Rccitativc wurde sovicl, als zum Verstände der Hand-lung nothig schien, gesagt, und dasTanzen wurde durch Arien unterbro-chen. Davon hat kNencstricr ein be-sondres Werk geschrieben *). Ver-schiedene sehr wichtige Anmerkungendarüber kann man bei? Rousseau fin-den Es läßt sich aus den ver-schiedenen Nachrlchttn, die wir vonden Palleten der alten Griechen ha-ben, muthmaßen, daß sie auch beyihnen von zwcycrley Gattung gewe-sen; daß einige als Schauspiele ei-

') Mroite fies Kollers par le?. Xlens-llricr.

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ner besondern Art ausgeführt, andreaber, als Thcile der dramatischenVorstellungen auf der Buhne vorge-stellt worden. Die Pallete der Altenwaren ganz charakteristisch; einigestellten Nationalhandlungcn oder Ge-brauche vor; andre waren Nachah-mungen besondrer Begebenheiten.

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Uni sich von den, in dem vorstehendenArtikel, angeführten, dort genanntenDalletteu der Alten, richtige Vorstel-lungen zu machen, ist, unter mehrern,Lueian vxxstvk«- im 4tcn B. f. Schrif-ten S. ZZ4 der Mitaucr Ausg. Deutschin der Sammlung vcrm. Schriften, Beel.>779 U. f. u. B. i. S. z8?) Alhena'iis(vcipn. ttid. I und XIV.) Äpulejus(Kleromor. I.iv.I, c. i c-) u, a. m, nach-zulefru. Was sich in diesen, und meh-rern Schriften der Alten hierüber findet,haben Joh. Bilbcrgh in f. lBüerror. st-Dicheilen, f, cle Laltarionivus Vccce.vplsl. 1685.8. Joh. Mcuesius, ins Oreleelleii, fi eis Lolrsrianivus Ve-ten. im gten Bde. S- >254 des Geono»-sihen Thesaueus Jean P. Bürette, inf. Deux iVlcm. pour lei vir ä l Iliiloirs

«le lu Donle fies ^nciens, im oten V.der lvlein. cle l'^cscl. eies Inlcripr.»»Pierre Bonnet Bourdelot, in f. Hill, fioia Ounle onc. er tnoeleene . . . ?se.1724. 12. a. Cahusae, in f. Brairsbiliar, cle la Osntc onc. er mocl. Uar,>75Z. >2. zBd. Deutsch indem Itcnundaten B. der Samml. vermischter Schrif-ten, Beel. 175? u. f. 8. Pict. Ant.Gackau!, in dem Oial. lapr» le an»ricfii lzlra2ioni, in dem zütcn B. S. lder llaccolra cl'opusc. tcienr. er filal.Xlil. so ziemlich gcfanimelt. Ben genauerErwägung desselben zeigt sich aber ziem-lich anschaulich, daß ihr Tanz dieser Artimmer noch sehr verschieden von dem war,was die Ncuern nachher Dallet genannthaben. Jener mar eben so sehr Gestiku-lation, Mimik, als Tanz; die vorzustel-lende Sache wurde darin nicht blos, wiein dem Ballet der Ncuern, durch eine

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