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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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Diese Handlung schilt sich nicht fürdas Drama: aber zum Ballet hattesie gerade die rechte Größe, DieGeschichte enthalt sehr viel Handlun-gen dieser Art.

Hicrnächst gicbt es Empfindungenund Leidenschaften, deren Aeußerun-gen eben nicht nothwendig in einergroßen Handlung brauchen vorge-stellt zu werden, wo so viel Neben-dinge die Aufmerksamkeit zu sehr zer-streuen; die man besser empfindet,wenn alles, was geschieht, sich ganzallein und unmittelbar daraufbezieht.Wer würde nicht gern einen Heldenin dem Augcnblik sehen, da er voneinem Siege, wodurch'er ein Volkgerettet, unter seine Bürger zurükkömmt, und von diesen mit der Freu-de, dem Dank und der Ehrfurcht,die er verdient, empfangen wird?Dergleichen Vorstellungen können aufkeine beßre Weise, als durch denEchaufpicltanz, nachgeahmt werden.Aber freylich gehört etwas ganz an-ders dazu, als künstliche Sprüngeund manierliche Schritte.

Es ist gar nicht zu leugnen, daßunsrc heurigen Sitten, die alle öf-fentliche Feyerlichkeiten, als würk-lichc bürgerliche Handlungen, auf-gehoben haben, dergleichen Vorstel-lungen beynahe unmöglich machen.Die heutigen Schauspiele haben nichtdie geringste Beziehung auf öffentli-che Nationalsittcn, Doch hebt die-ses die Hoffnung nicht ganz auf, daßMänner von außerordentlichem Ge-nie nicht sollten, wenigstens bey ge-wissen Gelegenheiten, dem Schau-spiel überhaupt, und einzeln Ver-anstaltungen desselben eine wichtigereWendung geben können.

Iculsri, poliris snre veltillulum Uanis,izuse Oüiirum immorrslium nnminicnnleci'gri Uileni, Iseri, guoä Zcipio-vem villille coruizillcr, Isiesrever-rnnr, Iwltis ii'am sUmirsrio-ne Mi plscsvir; prselen-

lisc iusc, Isrromim xeliisncss ocnlosvbltupekecic.

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Inzwischen könnten die Schauspie-le, als bloße Privatansialtcn betrach-tet, so wie sie gegenwärtig sind,durch würklich gute Ballete dennochmerklich gewinnen, wenn diese in ei-ne wahre Verbindung mitderHaupt-vorstcllung gebracht würden. DerTanzer hat gerade das in seiner Ge-walt, wodurch die Leidenschaften sicham kräftigsten andern. Wenn ernach geendigrcm Drama, oder zwi-schen den Aufzügen, die Eindrüke,die alsdcnn die stärksten scyn müssen,durch die Mittel, die er hat, unter-hält, und den Gegenstand, der nunden Geist oder das Herz beschäftiget,in neuen Gesichtspunkten zeiget, sokann er sehr viel zur Würkuiig desStükes beytragen. In so fern alsodie Schauspiele überhaupt wichtigscyn können, kann es auch das Bal-let seyn. Aber freylich müßte es eineandre Form bekommen, als es ge-genwärtig hat. Diese zu erfinden istkeine geringe Sache.

Die Versuche müßten von dem,was das leichteste ist, anfangen.Das Sittliche scheinet leichter, alsdas Leidenschaftliche zu seyn. Bal-lete, die blos einen allgemeinen sitt-lichen Charakter haben, die Fröh-lichkeit, oder Ernsthaftigkeit, oderlieblichen Anstand der Sitten aus-drüken, ohne eine besondre Hand-lung vorzustellen, sind das leichteste.Wenn man uns nach einem interes-santen Drama, je nachdem es einenlustigen, oder fröhlichen, oder trau-rigen Ausgang gehabt hat, in ei-nem Tanze diese Empfindungen über-haupt , nach dem besondern Geprä-ge der Sitten des Volks, bey demdie Handlung geschehen ist, vorstellt,so rhut ein solcher Tanz seine guteWürkung.

Aber besondre Handlungen in demBallet vorzustellen ist höchst schwer,weil es gar zu leicht ins Abgcschmak-te fallt. Es soll nicht die Hand-lung selbst, sondern gleichsam eine

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