Aus
dm, Ausgang suchen, als wenncr Zuversicht und Sündhaftigkeitin die Herzen seiner Zuhörer brin-gen will.
So wie es uns verdrüßlich fällt,wenn der Ausgang einer Sache un-sre Erwartung nicht völlig befriedi-get, so erwekt es Ueberdruß, wennder Dichter dem wahren Ende derHandlung noch etwas überflüßigesanhangt; wenn cr den starken Ein-druk, den der Ausgang auf die Ge-müthcr gemacht hat, durch unwich-tige Nebensachen, oder durch An-merkungen und Schlußreden, wie-der schwächt. Bcym Ausgang einerernsthaften Handlung muß der Zu-schauer voll Gefühl feyn; die Haupt-personen müssen in der Lage, worinnsie versetzt worden, seine ganze Seeleerfüllen. Dieses soll der Dichterwol bedenken, und sich sorgfältighüten, irgend etwas einfließen zulassen, was zu dieser Vorstellung un-nütze ist.
Aus allem diesem erhellet, daß inernsthaften Stükcn der Ausgang, soein kleiner Thcil cher Handlung crauch ist, mit der genauesten Ueberle-gung müsse behandelt werden. Mitdiesem Artikel ist der von der Auflö-sung zu vergleichen.
Daß Eine Nation, vcy dem Ausgange,mehr „Anmerkungen und Schlußreden/'wie Hr. Sulzcr sich ausbrückt, vettrstgt,als die andre, hat Lessing in s. Drama-turgie (Th. >. S. 12z u. f.) in Bc»spiclcngezeigt. — Ob man den Ausgang demZuschauer, oder Leser, verbergen müsse,ist, mir allen Folgen, welche es habenkann, ebendaselbst (Th. i. S. Z77 u. f.vcrgl. mit N. Bibl. der seh. Miss. B. u?.S. -iz u. f.) vortreflich entwickelt; auchvorher schon von Diderot in s. Abhandl.von der dramot. Dichtkunst (hinter seinemHausvater S. -zs u.f. d. Hebers, -tc Ausg.)berührt worden. — llebrigcns gehören,so wie zu dem Artikel selbst der Art. Auf-
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lösunz gehört, auch die bey diesem an-geführten Schriften hierher.
Ausladung.
(Baukunst.)
Aas Maaß, um welches ein Gliedan einem Gesims weiter heraus steht,als das nächst vorhergehende odernachfolgende. Die Ausladungen ge-ben den Gesimsen das hauptsachlich-ste Ansehen. An den Fußgesimsenwelche eine Festigkeit haben müssen,steht das unterste Glied nothwendigam weitesten heraus, und die andernwerden nach und nach eingezogen.Das Gegcntheil muß sich an den obernGesimsen finden, welche zur Bede-kung dienen, und das dem Fuß ent-gengesctzte Ende ausmachen.
Es ist ein Hauptgrundsatz zur Be-stimmung der Ausladungen, daß siemit der Höhe oder Stärke des Glie-des, woran sie sind , ein gutes Ver-hältnis! haben müssen: die Stärkedes Gliedes aber wird durch die gan-ze Höhe des Gesimses bestimmt, undhat folglich ebenfalls eine Beziehungauf die Ausladung. Die Gold-mannischen Verhältnisse können zurRegel angepriesen werden. Näm-lich die Ausladung verhalt sich zurHöhe:
in der Rinleistc und dem Riemlcinwie 1 zu 1.im rvulst 2 — z.
in der ablaufenden Leiste und imReif i — 2.
im Ablauf in den niedrigen Ordnun-gen Z — 4-im Band Z -- 5?in der Glskenleiste 4 5>Die besondern Ausladungen in dmGebälken, Hauptgesimsen und an-dern Verzierungen der verschiedenenOrdnungen, werden durch die Be-stimmung der Auslaufunz in denArtikeln, darum diese Theile insbe-sondre beschrieben find, angegeben.S z AlU-