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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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261
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Aus

sbisrunt. Kann nicht auch folgen-des des Virgils hicher gerechnetwerden?

Haem ti fs» virum lcrvanr, ll ve-lcirur aar»

derberes, nee slldac crallclibuzoceubsc umbris.

NX50V«-7.^0S, der unnütze Uebcrfiußmüßiger Bcywörtcr, wie: dies Habich mit meinen beyven Augen gese-hen. was unnützer Wei-se mühsam ist, wie dieses:

Er, dem des ersten Mmsckcn zmeytenSohnes,

Des Abels, fromme Muse ward.

der gezierte Ausdruk.

Man würde zu wcitläuftig seyn,wenn man alle Fehler des Ausdruksbestimmen und mit Bcyspiclen erläu-tern wollte. Das Angeführte istblos in der Absicht hieher gesetzt wor-den, daß junge Redner und Dichtersehen sollten, auf wie so gar man-chcrley Weise man im Ausdruk feh-len könne; wie nothwcndig es sei),die äußerste Sorgfalt auf diesen Thcilder Kunst zu wenden. Uns Deut-schen ist dieses um so viel nöthigcr,da wir in diesem Stük ungemeinweit hinter unfern Zeitgenossen inFrankreich, Italien und England,zurükc sind. Sorgfältig haben sichinsonderheit junge deutsche Dichterund Redner vor dem übertriebenenAusöruk in Acht zu nehmen, daauch einige sonst gute Schriftstellersich dieses so angewöhnt haben, daßihnen nichts allerliebst, nichts un-vergleichlich, nichts erstaunlich ge-nug ist.

Es ist schon viel, wenn man dieFehler des Ausdruks vermeidet: abergenug ist es für die redenden Künstenicht: man muß ihin auch ästheti-sche Eigenschaften zu geben wissen,und solche, die sich zur Materie undzu den besondern Umstanden schiken.Diese Eigenschaften sind überhaupt

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von dreyerlcy Art. Sie greifen denVerstand, oder die Einbildungskraft,oder das Herz an *).

Der Verstand wird gerührt durchdas, was in einem vorzüglichenGrad wahr, angemessen, hell, neu,naiv, fein ist. Jede dieser Eigen-schaften giebt dem Ausdruk ästheti-sche Kraft. Besondere Beyspicle da-von sind in den unter angezogenenBenennungen stehenden Artikeln an-zutreffen.

Die Einbildungskraft ergötzet sichan dem Ausdruk, der mahlcrisch,witzig, in allerhand starke oder lieb-liche Bilder eingekleidet ist; wovonBeyspicle unter diesen Wörtern zusuchen sind. Eine besondere hichergehörige Gattung angenehmer Aus-brüte sind die, welche durch fast un-merkliche Nebenbegriffe angenehmwerden. Ouintilian sagt: erfühle,daß in dem Ausdruk:

Laeia jungebanr kbeclers po»ca *).

das Wort porca eine Annehmlichkeithabe, die das porco nicht hatte.Der Grund liegt ohne Zweifel darum,das das weibliche Geschlecht derWörter, wegen einer uns angebohr-ncn Galanterie, auch etwas sanfteresin der Einbildungskraft erwckt, alsdas männliche. Daher wird gewißin allen Fallen, wo die Wörter Reh,Hirsch» Hündin, der Bedeutung nachgleichgültig wären, das letzte ange-nehmer seyn, als die andern. Die-ses hat auch ein Scholiast über fol-gende Stelle des Horaz angemerkt:

I^unc er in umbrolis bauno llecceimmolare lucis,

Lea polcar sgna irre malic kae-

t).

Wo er über das Wort sagt:dlelcic» hncnnoäo huaestsm elocu-

R Z tlones

") S.Kraft.

4err. vili. 64,.

5). I..I. 4-