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bung in A. H. Schotts Theorie der sch. Wis«scnsch. Th. >. S. z?i u. f. gehandelt. —Von der Ausbildung dcs Lustspieles, welcheer Lcmdanpoinr cle l» piece nennt, han-delt Cnilhavci in dciN4>tenKap. des Z .B.s. sLrr Is Loineüie (:, S. 475.) —»nd wie das Genie sie dem Drama über-haupt, so wie jeder Dichtart, giebt, zeigtLessing in seiner Dramaturgie, bei) Ge-legenheit der Rvbogune des Corneille(>. 245 u. f.)
A u s d r u k.
(Schöne Künste.)
3)?an braucht dieses Wort in derKunstsprache, wenn man von Vor-stellungen spricht, die vermittelstäußerlicher Zeicheil in dem Gemütheerregt werden, und giebt diesen Na-men bald dem Zeichen, als der Ursa-che der Vorstellung, bald seinerWür-knng. Die Worter und Redens-arten der Sprache erweken gewisseVorstellungen, deßwcgcn schreibtman ihnen einen Ausdruk zu: aberste selbst werden auch Ausdrüke, dasist, Mittel zum Ausdruk genennt.Dieser Artikel ist der Betrachtung derMittel, die die schonen Künste habeil,Vorstellungen zu erweken, gewied-met.
Diese Mittel sind in den redendenKünsten die Worter und die SatzederRede; in der Musik dieTöne unddie daraus zusammengesetzten Ton-sätze; in den zeichnenden Künsten Ge-sichtszüge, Gcbchrden, selbst die Ge-sichtsfarbe; im Tanz Stellung, Ge-dehrden und Bewegung.
Der Zwek aller schönen Künste istdie Erwekung gewisser Vorstellungenund Empfindungen; daher die ganzeArbeit des Künstlers in glüklicherErfindung dieser Vorstellungen, undim guten Ausdruk derselben besteht.Also ist die Kunst des Ausdruks dieHalste dessen, was ein Künstler be-sitzen muß. Es würde ihm nichtshelfen, die fürtrcfflichsten Vorstellun-
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gen erfunden zu haben, wenn er sienicht ansdrüken könnte.
Da die Mittel zum Ausdruke sosehr verschieden sind, so verdienet je-de Gattung besonders betrachtet zuwerden. Der beste Unterricht überden Ausdruk redender Künste kanndem Mahlcr zu nichts dienen; wirwollen deßwegcn die 'verschiedenenGattungen des Ausdruks besondersvornehmen.
Ausdruk in der Sprache.
Der Redner oder Dichter, der inseiner Kunst vollkommen seyn will,muß auch den Ausdruk völlig in sei-ner Gewalt haben; er muß im Stan-de seyn, den Begriff, die Vorstel-lung, die er erweken will, vermit-telst seiner Wörter und Redensartenin dem Maaße, wie es seine Absichtcrfodert, zu erreichen- Eine sehrschwere Sache, besonders in denSprachen, die noch nicht ganz aus-gebildet, die noch nicht zu dem Reich-thum gestiegen sind, der für jedesBcdürfniß hinreichend ist!
Der Ausdruk ist vollkommen, wenndie Wörter und Redensarten geradedas bedeuten, was sie bedeuten sol-len , zugleich aber dem Charakter derVorstellung, wozn die Begriffe, alsTheile, gehören, gemäß sind. Wennsowol cinzcle Wörter, als ganze Sa-tze derRede diese doppelte Eigenschafthaben, so ist der Ausdruk so, wieer seyn soll.
In jedem Ausdruk ist also zuerstauf die Bedeutung, und hernach aufden Charakter zu sehen; beydes abermuß sowol bey einzeln Wörtern, alsbcy ganzen Sätzen in Betrachtunggezogen werden. Schon in der ge-meinen Rede muß der Ausdruk inAbsicht auf die Bedeutung richtig,bestimmt, klar, und von vcrhaltuiß-mäßiger Kürze seyn; in der kunst-mäßigen Rede müssen sich diese Ei-genschaften in einem höhcrn Gradfinden. Sogar der bloße Ton der
Wörter