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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
215
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Personen auf. Der Inhalt derHandlung ist allemal etwas ans dendamaligen Begebenheiten der Stadt,und mcistenthcils politisch. Ausge-lassener Muchwillen, Personen vonAthen durchzuziehen; ein unbeding-ter Vorsatz, das Volk, es koste, wases wolle/ lachen zu machen, undihm Fasinachtspossen vorzuspielen,scheinet damals der Charakter dercomischcn Buhne gewesen zu seyn.

Diese Fehler der Einrichtung sindalso nicht Fehler des Aristophanes,der sich nach der, vielleicht zum Ge-sotz gewordenen, Mode seiner Zeitrichten mußte. Aber sein ist der un-erschöpfliche und alles durchdringen-de Wiz, die Hochsie Gabe zu spot-ten, darum ihm weder ^.ucian, nochunter den Neuem Swift, noch ir-gend jemand, gleich kommt; dieSprache und der Ansdruk, den erim höchsten Grad der Vollkommen-heit besessen hat. Daher in einemSinngedichte, welches dem Platozugeschrieben wird, gesagt wird, daßdie Grazien sich so, wie er, aus-brüten würden. Sein ist die riesen-maßige Starke, womit er die De-magogen in Athen und oft das ganzeVolk selbst angegriffen hat. Es wärevielleicht nicht übertrieben, wennman sagt: daß in einer einzigenvon seinen Comodien, mehr Wiz undLaune ist, als man auf den meistenneuem Bühnen in einem ganzenJahr Hort. Aber in einem Stüksind auch mehr Grobheiten und Zo-ten, Nls man itzt auf der schlechte-sten Hauswurstbühne duldet. Mankann diesen Dichter seiner Talentehalber kaum genug loben, und we-gen des Mißbrauchs, den er biswei-len davon gemacht hat, kaum ge-nug tadeln. Es ist ihm nichts ehr-würdig genug, wenn er in seinerspottenden Laune ist: sein Spottgreift Götter und Menschen an. Mitdem Sokrates geht er, wie mit ei-nem Lotterbuben, um; Acschylus,

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Sophokles und töuripidcs müssenüberall seine Spöttercycu aushalten.Es scheinet überhaupt, daß der Geistder damaligen Comödie gewesen sey,große Manner dem Volke zum SpottPreiß zu geben.

Man darf sich deswegen nichtwundem, daß der ehrliche Plmar-ckus ihn so ernstlich getadelt hat *).Dieser Philosoph, der bei) einem gu-ten Verstand ein mit den besten Em-pfindungen erfülltes Herz hatte, dasman an uuscrm Dichter ganz ver-mißt, inußte nothwendig unwilligans den Mann seyn, dem alles Guteund Heilige gleichgültig oder garverächtlich schien. Ware dieser großeMann ein moralischer Mensch gewe-sen, so würde ihm der erste Ruhmunter allen Dichtern gehören. Mannehme, sagt ein großer Kunstrich-ter **), ans Aristophanes Werken dieFlckcn weg, die in einem unreinenHerzen ihren Grund haben, so blei-bet eine bewundernswürdige Fürtrcf-lichkcit übrig.

Man beschuldiget ihn insgemein,daß er durch seine Comödie, dieXvolken genennt, die Verurtheilungdes Sokrates vorbereitet habe. AberO 4 der

S. die Vcrkleichung des Aristopha-nes und Mcnandcr, in Plutacchs klei-nen Werken.

Li'Ävisns gelle rozion poerics l., I.c, XX. 1'olri äiill' opere ine c^ueltivi?i, clre nelcon lln meine conmmi-nmil,i'imimi»ono clell» gm poetle virrnmereviAllole: quoll lono l'inven?!oriicosi vorie , e nocuroli, i coituml cosipropri, ckeNliNcme ilimöqueito poc-co äezno rnrinro äello republica g'^cene, onäe lo propole s Oionlllo, clregl quel Aovcrno ero curiolo; xllocu-lei cosi pcnerrorni, la keliciro gl liro-re sl luv propollro, len?« niuno ep-poren^o cll' korxo, >e cote pin Ion-rons; i colpi rsnro inolpettini « con-venienri; le lecongiiä, plene^^o, equel, clre n noliri oreccd!, non puvruno penerrore, !> lole onico, eil cui1'elrre Ilngue lono incspocl g'iwilor.ne l'etprelüonc,