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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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206
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führt eine Beschreibung eines Schiffbru-ches von ihm, als ein Bevspiel des Er»habenen an. Und dann brauchen mir esnicht erst aus dem, von H. S. angeführ-ten Lorenzo Fabri (der, was er bemerkthat, bloS aus einer Stelle in Euclidslstarmonic. und aus einer andern, imizten Buche des Strabo, folgerte) zulernen, sondern wissen es aus der, vor-hin angezeigten Stelle im Plurarch, daßZlrchilochus die lyrischen Svlbcnmaßc vcr-viclfrkltigte. Uedrigens findet ein Theilder, von ihm auf uns gekommenen Frag-mente sich bey der Baßlcc Ausg. des Cal-limachus ix;- 4. und das mehrste in H.Brauks ^nslebt. B. >. S. 40. und b.cbt.er llmenciac. S. -z6. lind ausser dem,im Baylc befindlichen Artikel, hat auchGyraldus (dtill. l'uer. S. ?;6. Voss.»548. 8.) sein Leben, so wie die H. H.Sevjn und Bürette zwei? Abhandl. über-ihn , im roten B. der Ictem. che lchemie ches Urbcripr. Quartauög. undE. L. O. Huch einen Versuch über dieVerdienste des Archilocdus um die Sa-tyre . . . Zerbst 1767. 8. geschrieben;und in I'sbr. IZidl. gr. b.!d. ^1. c. XV.§. 16 sind allerhand litterar. Nachrichtenzusammen getragen. — —

Argonautica.

Ein episches Gedicht des ApollomusRhovins, eines der sieben Dichter,die an dem Hofe des PtolemäusPhiladelphus gelebt haben. Es istgroßtentheils in dem wirthschaftli-chcn Ton geschrieben, welchen dervertraulichste Umgang solcher Perso-nen, die in einem Schiff eingeschlos-sen sind, erfodert. Man kann mitdem Lichte zufrieden seyn, in welchemjede Person nach ihrem absonderli-chen Charakter erscheint. Alle dieseCharaktere lausen in einigen allge-meinen Zügen zusammen. Eine Artvon alter Gottseligkeit oder Ehrfurchtfür die Gotter, Eifer in ihrem Dien-ste, Freundschaft und Gefälligkeitgegen einander. Jeder Held hat sei-

ne Nolle seinem Charakter gemäß,und alle diese Rollen beziehen sichauf das Schiff und auf das gesuchteVlies. Dadurch werden wir immerauf die allgemeine Angelegenheit zn-rük geführt, und dadurch bekommtdas Werk eine Einheit. Juno hatdie Hand in der Unternehmung, undleitet ihre Fahrt. Die Helden sind,ohne es selbst zu wissen, ihre Werk-zeuge. In der Ausbildung der be-lebten und leblosen Stüke hat derDichter durch die Auszeichnung sehrgenauer Umstände ein Helles und an-genehmes Licht auf sein Gedicht ge-worfen. Für Leser, welche die Ge-stalt des menschlichen Gcmüthes undVerstandes gerne bis in die entfern-teste Zeiten verfolgen, liegt hier einereiche Erndtc, vornehmlich von Glau-benslehren, Stiftungen der Tempel,Opftrgebrauchen und heiligen Plä-tzen. Virgil hat mit dem Apoiio-nius gerungen, indem er die Liebeder Dido nach der Liebe der Mcdcagebildet hat. Es ist schwer zu be-haupten, daß der Römer gesiegt habe.Longinus giebt der Jlias den Vor-zug vor der Argonautica, wie er ihndiesem Gedichte vor der Odyssea giebt.Er hat aber kaum etwas mchrersgesagt, als daß die Argonautica unddie Odyssea nicht so brausend sepn,als die Jlias.

Diese Materie hatten sich auchverschiedene romische Dichter ge-wählt, von denen aber nur einer,nämlich Valerius Llaccus, auf unsreZeiten gekommen ist. Seine Argo-nautica haben kein großes Aufsehengemacht.

Der, auf uns gekommenen Gedichtedes Alterthumes, welche den NahmenArgvnautika führen, sind eigentlich drei).Das, vorgeblich, älteste derselben, wenngleich nicht Orpheus der Urheber desselbenist, geht doch unter dem Nahmen dessel-ben ; und so geringe sein eigentliches dich-terisches