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1 (1792) [A - D]
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203
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A r a

Are 20z

reizendes, indem Aramena durch den-selben Weg, den sie fürchtete undvermied, zur Ruhe gebracht wird.Dicß Werk hat den Verdienst, daßman uns ganz nahe zu dm Per-sonen hinbringt; daß der Dichterwenig in seiner eignen Person redet.Ein gleicher, netter und lebhafterAusdruk; die Vorstellung der Affektein einem nahen Lichte; Reichthumund Seltenheit in den Bcgegnisscn.Aller Nachthcil desselben bestehr indem Verstiegenen und Unnatürlichenin der Liebe, in den Sitten der Per-sonen und der Zeiten, in den unzu-reichenden Gründen der Handlungen,und in den ganz unwahrscheinlichenVcrgehungen der Personen. DieSprache hat noch Wörter und Wen-dungen, die man seit dem, zu großemSchaden der Lcbhaftigkeir und desNachdruks, vcrnachläßigct hat.

(*) Dieser, von H, S. angeführteRoman erschien, mit dem Titel: DieDurchiauchtc Syrerin« Aramena, Nürnb.1678 u. f. 8. ; Th. mit Kupf. Ob aberdas, von unsermV. ihm ertheiltc Lvb voninehrern bessern ihm gegeben werden dürf-te, daran läßt sich zweifeln? OaS Werkist ganz in der Manier der, in der letz-tem Hellste des ^ten Jahrhundertes, auchin Deutschland Mode gewordenen Roma-ne der Scudery und des Calprcncde; undder höhere Rang seines Verf. hat es,wahrlich nicht sehr weit über die ähnlichenProducte des Phil. Zcsen, Chrstph. v.Grimmelshausen u. a m. erhoben. Sogut, und so heilsam es ist, wenn die Für-sten die, ihrem Stande, und ihren Ver-hältnissen, angemessenen Kenntnisse vonGeschichte und Staatsverfassungen besitzen,und so lehrreich Schriften von ihnendarüber werden können: so selten verträgtsich doch die eigentliche dichterische Musemit ihrem Amt und ihrem Berus. —tlcbrigcns ist, von eben diesem Verf. nochein ähnliches Werk: Octavia, Nürnb.168; — -707. z. 6 Th. Verm. Brschw.

1712.8. 7 Tb. vorhanden; und einigeNachr. von. s. übrigen Schriften findensich in I. C. Adelung Forts. und Ergän-zung zu C. G. Jöchcrs Gclehrten-Lexicon,Art. Anton. —

A r c a d i a.

Eine Gesellschaft geistreicher Kopfe,die gegen dem Ende des vorigenJahrhunderts zur Herstellung des gu-ten Geschmaks in Rom aufgerichtetworden. Die Mitglieder nehmenarcadische Namen an, und haltenihre Zusammenkünfte in einem ge-pflanztcn Lustwald, den sie dcn Par»hasischen nennen. Ihren Vorstehernennen sie den obersten Hirten; die-ser hat seine Verweser unter sich.In ihrem Siegel führen sie die Sy-ntax, die Hirtenflöte des Paus. DieAufnahme in die Gesellschaft kannnach fünferlei) Arten geschehen. Sieist überaus zahlreich, und begreiftPersonen vom vornehmsten Stande,geistliche und weltliche, auch vonbeydcn Geschlechtern. Durch sie be-kommt sie ihr Ansehen. Die Mut-ter Arcadia, in Rom, hat ihre Colo-nen durch ganz Italien verbreitet.

Ohne Zweifel haben die schaftri-schen Verkappungcn der Gesellschaft,der Pomp und die Aufzüge, die siesehr liebt, eben so viel beigetragen,sie in Ruf zu bringen/ als die poe-tischen Vorlesungen des Guioi, desoappi, des Moreri.

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Daß diese, von Crescimbcnk, km Jahr1690 gestiftete Gesellschaft, nicht, wieH. S. zu glauben scheint, der italieni-schen schönen Littcratur aufgeholfen habe,sondern höchstens eine bloße Spielerei) sey,haben selbst Italiener, als Baeetti, inder Prülls leerer. ldover. 176z. 8. Bet-tinelli, u. a. m. hinlänglich erwiesen. —Uebrigcns hat sie es nicht an Geschickt»schreibern ihrer Thaten fehlen lassen.Crcscimbeni selbst verfaßte eine Illoeis