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so wie von Münzen. Von Gebäu-den sind in Griechenland und Italiendie wichtigsten Ueberbleibsel. Werdas Glük nicht hat, die Originaleselbst zu sehen, der muß sie wenig-stens in Abgüssen und Zeichnungenstudiren, wiewol diese letztern ins-gemein wenig von der Schönheit unddem Großen der Originale haben.DieA.lppertschcSammlung der Ab-güsse geschnittcnerSteine ist daswich-tigste/was jeder in dieser Art habenkann. Und es ist sehr zu wünschen,daß.jemand zum besten der Kunstsolche Abdräke der besten antikenMünzen Machte. Die antiken Ge-bäude kann man aus des (Lodersund des Herrn tc Roi Zeichnungen;die Statuen aus 2biscl?ops, vanDalcns, Heriers und Preifilcrs.San'.iulungcn derselben kennen ler-nen. Von geschnittenen Steinen hatHerr Mariette die größte Samm-kstng herausgegeben, und die für-,lahmsten Steine, auf denen die Na-men der Künstler eingegraben sind,hat Herr Srosch durch seine Beschrei-bung und Kupfer bekannt gemacht.Die antiken Gemählde kann manans den Kupfern von den im Herkn-ilano gefundenen Gemahldcn und ausder Sammlung kennen lernen, dieder Herr Graf von Caylus heraus-gegeben hat. -
Die Werke der Alten überhauptsind in sich sehr unterschieden anGüte und Bedeutung (Ausdruk), abernicht an Geschmak. Es sind drei)Hauptclasscn der alten Denkmale:nämlich in allen Statuen, so unsübrig geblieben, sind drei) unterschie-dene Grade der Schönheit. Die ge-ringsten unter diesen haben allemalden Geschmak der Schönheit, abernur in den unentbehrlichen Theilen;die vom aitdern Grade haben dieSchönheit in den nützlichen Theilen;und die vom höchsten Grade habensie von dem Unentbehrlichen an, bisauf das Uebcrfiüßige, und sind deß-
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wegen vollkommen schön — die schön-sten vom höchsten Grade sind derLaocoon und der Torso vom,Bcl-vedere; die schönsten vom andernGrade der Apollo und der Gladiatorvon Dorgbeso; vom dritten abersind unzählbare').
Das Studium der Antiken wirdnicht nur von allen großen Kennernder neuern Zeit, für den nothwen-digsten Theil der Bemühungen ei-nes Künstlers gehalten; die größtenKünstler selbst, Raphael und Mi-chelangelo, sind dadurch zu der Größegekommen, die wir an ihnen bewun-dern. Dieses macht alles, was zurEmpfehlung dieses Studiums nochkönnte gesagt werden, übcrfiüßig.Diejenigen, welche über den vorzüg-lichen Werth der guten Antiken noch.einigen Zweifel crwckcn möchten, sindiyt so durchgehends überstimmt, daßdie Nothwendigkeit dieselben zu stu-diren, um den wahren Geschmakdes Schönen zu bekommen, als einGrundsatz anzusehen ist.
Aber auch dieses Studium kannseichten .Köpfen nichts helfen. Eskömmt hier nicht auf die Umrisse undVerhältnisse, sondern auf den Geistan, der im Antiken liegt. Diesen zucntdeken, muß man sich vor allenDingen bemühen. Wessen Geist nachöfterer Betrachtung der besten Anti-ken, nicht in Entzükung gerath; wernicht in dem sichtbaren derselben un-sichtbare Vollkommenheit fühlt, derlege die Reißfeder weg; ihm hilft dasAntike nicht.
Man kann freylich zugeben, daßsowol von alten als neuen Kennernmanches, was sie von der Fürtreff-lichkcit des Antiken sagen, übertrie-ben sey. Es ist zu fühlen, daß nichtalles, was plinius von dem Parisdes Euphranors sagt, wahr seynM 4 könne,
Gedanken über die Schönheit unh"über den Geschmak in der Mahlccch.(von Mcngs) S. 7S. 8«.