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betrachtlichen Nutzen; sie dienen in-zwischen doch dazn, daß sie auch diegemcinestcn Sachen interessant ma-chen; daß die Vorstellungskrast auchbei) den gleichgültigsten Beschäfti-gungen etwas gereizt wird; welchesdoch auch ein Zwek der schönen Kün-ste ist »).
Inzwischen haben die hieroglyphi-schen und allegorischen Verzierungensolcher, zum taglichen Gebrauche die-nender, Sachen den wichtigen Nu-tzen, daß sie dem Mahler sehr oft inseinen allegorischen Arbeiten großeDienste thun, die Personen oder auchallegorische Bilder zu bezeichnen.Ein Schafcrstab auf einem Grab-mal kann schon hinlänglich seyn, diePerson anzudeuten, die darunterliegt, und bcy Vorstellung einerHandlung kann oft eine solche Klei-nigkeit der ganzen Vorstellung eineDeutlichkeit geben, die sie sonst nichthaben wurde.
Am öftersten kömmt die Allegorieauf Schaumünzen vor; wicwol sie,seitdem die Schrift erfunden worden,dort am wenigsten nöthig ist. Dennin den meisten Fallen wird die Sache,die man sagen will, durch wenig derMünze eingeprägte Buchstaben bessergesagt, als durch Bilden Wichtigerist sie, wenn der Künstler so glüklichist, eine vielbedeutende Allegorie aufscineMünze zu bringen, die das, wasdie Schrift blos anzeiget, auf einelebhafte und umständliche Weise aus-drückt. Dergleichen Vorstellungenaber sind selten «*).
Eine ähnliche Bewandtnis hat esmit dem Gebrauch der Allegorie aufGrabmalern, und auf Ehrenmälern.Blos einige historische Umstände zubezeichnen, kann die Schrift vorthcil-hafter, als ein Bild seyn. Der aufdem Grabstein des Diogenes einge-grabene Name hätte sich eben so gewißdarauf erhalten, als das Bild eines
*) S. Künste.
*") S. Schaumünze.
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Hundes, und hatte gewisser die Per-son bezeichnet. Nur eine abergläu-bische Verehrung der Alten kann der-gleichen Allegorien auf Denkmälernschön finden *). Soll sie auf solchenMerken einen Werth haben, so mußsie vielbcdcutend seyn, und mehr sa-gen, als eine Schrift hatte sagen kön-nen, oder es mit größerer Kraft sa-gen. Ein sehr schönes Bcyspicl einesDenkmals, das mehr sagt, alseineSchrift wütde gesagt haben, ist das,welches der Bildhauer Nah! in derKirche zu Hindelbaick, einem Dorfeunweit Bern in der Schweis, gesetzthat *5). Ucberhaupt können diejeni-gen Vorstellungen die kräftigste Be-deutung haben, iit denen Figurenvon menschlicher Bildung angebrachtsind; weil der Ausdruk des Gesich-tes allein oft mehr sagen kann, alsalle Worte.
Dahin gehören also auch die Sta-tuen der heidnischen Gottheiten, wel-che, wie schon gesagt, im Grundenichts als Allegorien sind, und dieentweder in Tempeln, oder andernöffentlichen Orten, als symbolischeVorstellungen zn bestimmtem End«zwek aufgestellt werden s).
Endlich macht auch die Mahlereyfür sich selbst einen vielfältigen Ge-brauch von der Allegorie, durch ganzallegorische Gemählde, oder durchEinmischung der Allegorie in histori-sche Vorstellungen. Die erstem kön-nen einen großen Werth bekommen,wenn sie wichtige Gegenstände desGeistes oder des Herzens, auf einehöchst lebhafte Art dem Auge darstel-len, um den Eindruk derselben destostärker zu machen. Gemählde vondieser Art, die von einigem Werthwaren, sind zwar, wie schon ange-merkt
5) S. Winkclmann von der Allcg. V Top.Beyspicle von allegorischen Vorstellun-gen auf Grabmcklcrn findet man häu-fig be»m pausanias.
**) S. Denkmal.
S. Statucn.