Druckschrift 
1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
93
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A k l

des Spcres, und der Fakel, welche ihmder Dichter in die Hände giebt, und dieUrsache, warum er blind und nakend ist,und waö die kostbare Säule, und der blut-rothe See bedeutet, auf seine Fragen er-klärt, Nun erscheint „Vro Minne," aufeinem, von Tauben gezogenen, mit la-teinischen Jnnschriftcn, und mit Gemäl-den gezierten Wagen, geschmückt mit ei-ner Krone, auf welcher, unter andern,viel Vögel sitzen und singen, und sitzenddarin auf einem künstlichen, von Cyclo-pen verfertigten, eben auch mit gereim-ten lareinischen Jnnschriftcn versehenenSessel. Die Beschreibung ihres ganzen Auf-zuges und Putzes nimmt viele Zeilen ein,und der, meines Vcdünkens, merkwür-digste Zug darin ist, daß der Dichter, un-ter jenen Gemählden, auch das scinige er-blickt. Dieses gicbt ihm Trost; und wieer der Liebesgöttinn, von ihrem Sohne,als der Mann, „der ihr hat wider sait"dargestellt wird, schießt diese ihm einenPfeil ins Herz, der ihn wieder mit Liebefür seinen Gegenstand erfüllt. Er wirstsich nun der Göttin» zu Füßen, bittet sieum die Heilung seiner Wunben, und er-hält den Rath, seiner Geliebten zu schrei-ben, und nur nicbt abzulassen, weil, weraushält, immer be» Frauen seinen Zweckerreicht: durch seine Briefe (nicht durchThate») gewinnt er auch endlich ihr Herz;es erfolgt eine Unterredung — und derDichter siegt. — Ein anderes allegori-sches Gedicht, wahrscheinlich aus diesemZeitpunkte, der Krieg der Seele und desLeibes, liegt handschriftlich zu Wien. —Rcyneke de Voß, Lüb. 1498. 4. obgleichwahrscheinlicher Weise nur Uebersetzung,gehört in so fern hieher, als die darinauftretenden Thicre gewisse Begebenhei-ten der Zeit darstellen sollen. S. übri-gens die Art. Label und Satire. —Seb. Brandt (t >520) Das Narrcnschpff. . . Basel >494. 4. Nürnb. 1494, 8.Rcutl. 1494. 4. Die mehrern älter» Ausg.sind in H. Panzers Annale» der älterndeutschen Litteratur S. -15. angezeigt.Schon in eben dem Jahre, worin es zu-erst erschien, wurde es, zu Strasb. mit

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dem Titel: däs ntiv Schis von Narrago-nia .... erlengert.. . Strasb. >494. 4.und mit diesen Vermehrungen, welchesich aber nicht von Brandt selbst hinschrei-ben, AugSb. 1495. >4?». Rostock 1519.gedruckt. Als Allegorie zeugt es von kei-ner großen Oichtungskraft. S. übrigensden Art. Satire. — Johann von Mers-heim (Spiegel des Regiments in der Für-sten Höfe, da Fraw Vetrene gewaltig ist,Oppenh. -;i;. 4. Unter diesem allegori-schen Titel ist cineSchildcrung des in allenStänden herrschenden Verderbens enthal-ten) — Melch. Pfinzing (f 15ZS) DieGeuerlichcitcn vnd cinsteils der Geschich-ten des loblichen streytparcn vnd hochbe-rümbten Heids vnd Ritters Herr Tcwr-dannckhs, (Nürnberg, oder vielmehrAugsburg 1517.) L. mit K. gehören aller-dings hieher, so unbedeutend auch die alle-gorische Darstellung ist. Das Gerücht,unter dem Nahmen Ernhold, und dieJugend, die männlichen Jahre, und dasAlter, unter der Benennung von denHauptlcutcn, Fürwirrig, llnfalo undNendthart erscheinen handelnd darin; dascrsterc wird dem Helden zugesellt, und dieleztern verleiten ihn, auf seinem Auge zuder Königin» Ehrcnrcich, zu allerhandGefährlichkeiten und stürzen ihn in aller-hand Unfälle, wodurch sie seine Vermäh-lung zu hintertreiben gedenken. Auch derNähme des Helden, so wie der Königin»,ist in so fern allegorisch, als, bekannterMaßen, Teuerdank den Kaiser Maximi-lian , und Ehrcnrcich die Prinzesslnn vonBurgund bedeutet. S- übrigens den Art.HelSengcSicht. — Mit dcm Tcncrdankverbinde ich zugleich den Weiß Kunig ...von Marx Trcitzsaurwein .... Wien,77?. f. mit K. der, in gleichem Zeit-punkte, und, obgleich in Prosa, undohne allegorische Wesen, abgefaßt, beimdoch die Geschichte Maximilians, und sei-nes Vaters, unter erdichteten Nahmen,und mit räthsclhaftcn Anspielungen, ent-hält. — In den Beyträgen zur Geschichteder deutschen Sprache und Litteratur, Lo nd.>777- 8. ist, Th. I. S. 28; ein kleines Meegvrischcs Gedicht von Iwingli, der Laby-rinth,