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eine sichtliche Nachahmung des komsnste Is 1-osc ist. Die darin Vorkommensden allegorischen Wesen sind Müßiggang,Diebere» und Nachläßigkcit, Sekretär derTrägheit. An dichterischem Werthc, oderan glücklicher Darstellung dieser Wesen,steht es aber den Gedichten des Chaucecsehr weit nach. Der V. schränkt sich aufeine kalte Beschreibung der Wirkungendieser Wesen, und auf Aufzählung ihrerEigenheiten ein, und ist überhaupt mehrMoralist, als Dichter. — John Lvdgatc(>4Z0). Unter seinen vielen Gedichten sindnicht allein verschiedene gänzlich allegorisch,als der, aus dem Französischen, und ur-sprünglich, gar aus dem deutschen, ge-zogene vonce ob stesrki, sondern seinegroßern, erzählenden, Gedichte enthal-ten auch viele cinzcle Allegorien. Inseinen, aus dem Lateinischen des Boccaz
(De cafibus viror. er teminor. illuckr.)geschöpften Vrnseclics . . . ofi all iuctlprinces »5 seil kram rfiez/r eckates,I.onä. s. s. f. findet sich eine wirklichgothisch erhabene Darstellung der Glücks-göttinn, und eine weitläuftige Disputa-tion zwischen ihr und der Armuth; undin s. Lrorie nk l'liekez (bcy EhauccrsGedichten 1561. k. 1687. s.) heißt es, un-ter andern, daß, bep der Vcrheurathungdes Oedip, die Musen deswegen nicht ge-genwärtig waren, weil sie bc» der Hoch-zeit der Weisheit und Beredsamkeit sichbefanden (eine Anspielung auf die bekannteSchrift des Marcianus Capella) dafüraber werden, bcy jener, Zwietracht undAufruhr, Betrug, Schrecken, Neid u.d. m. gegenwärtig eingeführt. — Stcph.HaweS (1480) wird, wenigstens von War-ton (blick, ofi ünZl. koeer^, Bd. 2.S. LI,) für den Verfasser des, von an-dern , dem Lichgate zugeschriebenen Vem-ple ok Llafis, gedr. Lond. 1500. 8. s. s.4. ausgegeben. Im Grunde ist, indes-sen, dieses Gedicht nichts, als eine Nach-ahmung des, von Chauccr geschriebenen,bereits angeführten, ttouleder Dichter wird, wie dort, in einemTraumgcsicht, (Vifion) in diesen Tem-pel , welcher auf einem rauhen Felsen von
Eise steht, und dessen Wände mit Ge-schichten aus dem Virgil, aus dem Ovid,aus dem Romane vom Könige Arthur undaus Chaucers Gedichten bemahlt sind, ge-führt. Aber er hat denn auch in f. l'afi-set^mc ob pleature, or rlie llickorieob grauncke amourc, snck l.» bei xu-cel . . . s.onä. 1517. 1554. 1555. 4.ei» eigenes Gedicht dieser Art geliefert.Graundc Amourc, der Held des Gedich-tes, entdeckt, bey einem Spatzicrgangeauf einer angenehmen Wiese einen Pfad,welcher ihn zu einem herrlichen Bildebringt, dessen bcyde, ausgestreckte, Armeihm zmcy Wege, einen, welcher zur Be-trachtung, den andern, welcher zum thck-tigen Leben, und von diesem zu der Burgder Schönheit führt, zeigen. Er wähltden letztem, auf welchem er, zuletzt, vonweitem ein anderes Bild, mit der Jnn-schrift: „Dieses ist der Pfad zu der Burg„der Gelehrsamkeit, (Oo<ckr!ne) welche„zu erreichen, Trägheit vermieden wcr-„dcn muß," entdeckt. Zu den Füßendieses Bildes schläft er ein, und wird, früh,durch den lauten Schall eines Hornes er- ,weckt. Nun entdeckt er ein schönes Frauen-zimmer, das, auf einem Zelter, welchesder Pegasus selbst ist, und umgeben voneinem Kreise von flammenden Zungen, aufihn zureitet; ihr Nähme ist V-mo; nebenihr laufen zwey Windspiele, (ein, ausden Sitten der Zeit, hergenommenes,Bild) deren goldene Halsbänder niit denWorten Qroce und Lovernaunce be-zeichnet sind; von ihr vernimmt er, daßeine höchst vollkommene Dame, I.a Lei!lckuceäl genannt, in einer, auf einem ent-zückenden Eplande, gelegenen Burg wohnt,zu welcher man aber nicht, ohne großeGefahren und Schwicrigkcircn gelangenkann. Um diese zu besiegen, räth sieihm, seinen Weg zur Burg der Gelehr-samkeit zu nehmen, wo er die sieben Wis-senschaften finden, und in dem Zimmer derMusik, zuerst jene schöne Same sehenwird. Sie verläßt ihn; aber die deichenWindspiele bleibe»; nun gelangt er zu derBurg der Gelehrsamkeit, die, von feinemKupfer erbaut, auf einem rauhen FelsenF 4 liegt,