Druckschrift 
1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
30
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Er ist der größte Künstler, und seinGenie ist durch das Studium zu al-ter Vollkommenheit erhoben worden,deren es fähig war. Wenn die Ae-neis nicht die erhabenste und w»»i-derbaresic Cpopec ist, so ist sie dochdie untadeihaftcste.

Jedoch kann man dem Virgil dasVermögen sich bis zum Erhabenen zuschwingen keinesweges absprechen.Die Schildere») im zweytcn Buche,da die Venus dem Aencas die un-widerstehliche Gewalt vorstellt, wo-durch Troja sollte in ihren Unter-gang gerissen »Verden, ist von sehrerhabener Art. Neptun erschüttertin den Tiefen die untersten Funda-mente der Stadt; Iunv halt mitGewalt den Griechen die Thorc of-fen, »md treibet sie in einer Art vonWuth von den Schissen zum Sturm;Pallas zerstöhrt selbst die festestenSchlösser, und Jupiter reizt Götterund Menschen zum Zorn gegen dieseuuglükliche Stadt. Ein großes undwunderbares Geinahldc.

Eine der vorhergehenden Anmer-kungen macht begreiflich, warumdieses fürtrcffliche Gedicht in Romnicht zu der Verehrung ist ausgestelltworden, als die Jlias und dieGoMea in Griechenland. Homerwar der vollkommenste Dichter fürdie Griechen; aber Virgil »var esnicht für die Römer, die zu seinerZeit doch noch nicht alle Starke ih-res ehemaligen Charakters vcrlohrenhatten. Da er aber der Dichter al-ler Menschen von feinem Gcschmakund einem etwas ruhigen Tempera-ment ist, da seine Materie und seineCharaktere allgemeiner sind, als die,welche -Homer behandelt! so ist auchsein Ruhin unter den Neuer»», derenArt zu denken der seinigcn naherkommt, allgemeiner geworden.

OieLäft. pr. pr. der Acncis ist zu Romin den I. 1467 1469 und zwar zwey

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verschiedene Mahle (s. ^»gcl. (Zun-ii-,!,Loeä. äs opt. Icripr. eää. Pauli II.j;eit!> S. >9>) der CommeiNar des Maur.Scrvius Honor. aber zuerst, und allein.Bei». >471 .1. gedruckt worden (s. ZZarukkal-äi äclla 'I'ipoAr. Vcrrarcle stall' siinc,1471. kll 1 50°. perr. 1777. 8- S. >9und VI. k. ^uäillreäi Lac. Pill. crir.romanar. eäir. It. 178z. 4. S. 71.)Vcyde zusammen sind zuerst, Florenz(147» >472) und zwar die Acncis nachder Mcdiceischen Handschrift, erschienen.Oer Cvmmentar des Lomitius Caldern»!wurde zücrst allein >48?, so wie, auf ähn-liche Art, der Commcntar des PomponiusSabinuS, zu Crcmona, >486. 1. und mitdiesen, und »nit den Coimnentaricn dcSOonati und kandini zusammen, die Ae»»»eis, zuerst Ben. >489. 1. gedruckt. Un-ter den Aldinischen Ausgaben ist die dritte,ex emcnäar. .g. lstaußseii, 15 14. 8.und die, nach dieser gemachten, Ben.1525 und >527. s die bessere. Die ersterc,vom I. >;o>. 8. zeichnet sich nur dadurchaus, daß sie das erste, »nit so genanntenCuesivbuchstaben gedruckte Buch ist. Nachneuen noch nicht gebrauchten Handschrif-ten, gab Joh. Pierius, Rom >521. 5.Laftigaiiones et Varierat. Virssil. ps-üioni8 einzeln heraus, und diese sind denPariser Ausgaben des Pierre Gaudcil (Vi-ävvseus) »529. t'. und des Rob. Stcpha-nus, ebend. 15z 2. k. so wie den Vene-tiaiiischen von, I. izzg- 8. >544 und 1558 s.einverleibt. Aus dem Mcdiceischen Co-dex erschien, Ben. 158z. 8. so wie ausdem Hcidclbcrgischcn die CommelinischeAusgabe im 1. 1589 (vielleicht schon 1587)8. so wie die ex oKc. LanKanäreanz ineben diesem Jahre. Bcyde aber so wie diegedachte, dritte Aldinische, wurden, bei)den folgenden Ausgaben des Lichters nichtbenutzt; vielmehr wurden diese immermehr und mehr mit Erläuterungen, undAnmerkungen und Scholien überladsn,und der Text des Lichters darin ersäuft.Lcn Anfang dazu machten schon die soge-nannten Aseensianischcn, oder des Jod.Babius Asc. deren erste, Den. 1500 s.erschien, und unter welchen die merkwür-digsten