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einer Fliege hat*), und an vielenandern Dingen dieser Art.
Demnach ist die bloße Bemerkungder Aehnlichkeit, ohne alle Rüksichtauf die Kunst, wodurch sie entstan-den ist, eine Ursache des Vergnügens.Es ist auch nicht schwer zu zeigen,wie es entsteht. Wir sehen zwey ih-rer Natur nach verschiedene Dinge,einen würklichcn Korper, und eineflach ausgespannte Leinwand mitFarben bcdekt. Die Natur des ei-nen scheinet der Natur des andernentgegen zu seyn. Dennoch cntdckenwir in beyden so viel einerlei), daßdas eine eben die Empfindungen indem Auge erwekt, als das andre.Dieses einerlei) bey sogar ungleichenDingen, muß also nothwendig aufsehr ungleiche Weise entstehen. DerGeist stellt sich, wicwol ganz dunkel,zwei) Quellen oder Ursachen vor, de-ren Naturen einander entgegen sind,die aber einerlei) Würknngcn hervor-bringen. Dieses ist uns etwas un-erwartetes; zwey ihrer Natur nachganz verschiedene Einheiten, kommenin eben demselben mannigfaltigenübcrein. Hohen und Tiefen auf ei-ner Flache, so gut als an einemwürklichen Korper; ein Leben undeine Seele in einem Stein: dies mußuns nothwendig in eine angenehmeBewunderung setzen. Selbst dasgroße Geheimnis von dem Reiz derSchönheit scheinet mir daher erklär-bar, daß wir die Vollkommenheiteines Geistes in der Materie erbli-ken "*). Außer diesem unterhalt dieBemerkung der Aehnlichkeit den Geistin dcr'Würksamkeit, welche allemalnothwendig von der angenehmen Em-pfindung begleitet wird Einebestandige Vergleichung aller Thcilezweyer Gegenstände, und Bemerkung
*) Orcdls mutcsm reksrcns,
**) S. Schönheit-
S. Theorie der angenehmen undtmaiWiichiiien Empfindungen.
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ihrer Uebereinstimmung unterhältdiese Würksamkeit.
Die Wahrheit dieser Anmerkungenwird durch Betrachtung einiger be-sonderer Fälle bestätiget, da die höch-ste Aehnlichkeit nur wenig Vergnü-gen erwekt. Nichts ist ähnlicher,als die Wachsabgüsse von würklichlebenden Personen; dennoch gefallensie unendlich weniger als gut gc-mahlte Porträte. Der Abguß ist einwürklichcr Körper, und demnach fälltdie Bewunderung der Uebereinstim-mung weg. Daß einerlei) Gegen-stände einerlei) Würkung in dem Au-ge hervorbringen, hat nichts außer-ordentliches. Wir verwundern unsnicht darüber, daß ein wcißglüendcsund also brennendes Eisen, Licht vonsich streut, so wie die Flamme; bey«des kommt vom Feuer her. Aberwenn wir dieselbe Würkung von ei-nem kalten Körper, wie der Phos-phorus ist, sehen; so empfinden wirdarüber eine angenehme Bewunde-rung. Das Reizende der Aehnlich-keit kommt von der entgegen gesetz-ten Natur der Dinge her, darin mansie bemerket.
Warum bewundern wir die Aehn-lichkeit der Bilder im Spiegel so garnicht, da sie doch so ganz vollkom-men ist? Wir halten das Bild ünSpiegel für einen eben so würklichcnGegenstand, als das Urbild ist. EindunkelesGefühl, daß es ebendasselbescy, überhebt uns sogleich aller Ver-gleichung beydcr Gegenstände. Wirbeschäftigen uns so wenig damit, alsmit der Vergleichung der Bilder ineinem vielseitigen Spiegel. Wirnehmen es für ausgemacht an, daßin dem einen nichts seyn könne, alswas in allen andern ist. Daher istdieses kein Gegenstand nnscrs Nach-denkens-
Diese deutliche Entwiklung der Art,wie die Bemerkung der Aehnlichkeit.das Vergnügen hervorbringt, setzetuns in Stand, den Werth der Nach-B 5 ahmun-