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1 (1792) [A - D]
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19
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A c c

die Stellen verlegt werden, Ho derAusdruk es erfodert.

In Singestüken muß demnach derTonsetzer zuvodcrst die Acccnte seinesTextes genau sindiren, weil die sei-nigcn nothwcndig damit übereinstim-men müssen. Erst alsdenn, wenner seinen Text mit allen Accenten,dem Ohr vollkommen cingcprägcthat, kann er auf seinen Gesang den-ken. Da aber der Lauf des Gesan-ges durch die Hm monic und den Taktungemein vielmehr eingeschränkt ist,als der Lauf der Rede, so findet srcy-lich der Tonsctzcr starke Schwierig-keiten , diese Heyden Dinge mit demAccent zu verbinden. Er hat abermich wieder Mittel sich heraus zu hel-fen: die Pausen der Singestimmc,da inzwischen die Instrumente seinePeriode vollenden: die WiederholungeinigcrWörter, und andre ihm eige-ne Kunstgriffe, kommen ihm zu Hülfe,wenn es ihm nur nicht an Geniefehlt, selbige recht anzuwenden.

Die Musik hat unendlich mehrMittel, als die Sprache, ein Wortund eine Redensart verschiedentlichvor andern zu modificiren, das ist,sie hat eine Mannigfaltigkeit orato-rischer und pathetischer Acccnte. dadie Sprache nur wenige hat. Die-ses ist einer der vornehmsten Gründeder vorzüglichen Starke der Musiküber die bloße Poesie. Aber destomehr Schwierigkeit hat auch der Ton-setzer, diese Acccnte mit den übrigenwesentlichenEigcnschaftcn des Gesan-ges so zu verbinden, daß er nirgendweder gegcn die Harmonie noch ge-gen den äußerst genau abgemessenenGang des Gesanges, anstoße.

Auch der Tan; hat seine Acccme,ohne welche er ein bloßer Gang, odereine unordentliche Folge von nichtzusammenhangenden Schritten oderSprüngen seyn würde. So sindz. E. der Stoß oder k'roppö, die Beu-gung der Knie, oder das plis, derSprung ohne Fortrükung, in dem

Acc

Tanz, das, was die grammatischenAcccnte der Sprache sind. Das Fi-gürliche des ganzen Schrittes, mitallem was dazu geHort, kommt mirdem oratorischen, oder nach Be-schaffenheit auch mit dem patheti-schen Accent überein. Man be-greift aber, daß diese Accente nichtnur alle Schwierigkeiten der musi-kalischen Accente, sondern noch an-dre dein Tanz besondere zu überwin-den haben.

A c c o r d.

(Musik.)

^jst jeder aus mehreren zugleich klin-genden und dem Gehör unterscheidba-rcn Tönen zusammengesetzter Klang;aber das Wort hat insgemein diesebesondere Bedeutung, daß es einenzu dem Satz der Musik brauchbaren,oder regelmäßig zusammengesetztenKlang bedeutet. In unsrer Musikhat jedes Tonsiük allemal eine, nachgewissen Regeln, auf einander fol-gende Reyhe solcher Klänge oder Ac-corde zum Grunde, durch welche derGesang einzclcr Stimmen, oder dieMelodien zum Theil bestimmt werden.Nur in sofern die Tonsiüke aus ver-schiedenen Stimmen bestehen, erfo-dern sie die Betrachtung der Accorde.Der einstimmige Gesang hat keineAccorde zum Grund; sie sind erst ausder Einführung der Harmonie unddes vielstimmigen Gesanges entstan-den. Deßwcgen haben die griechi-schen Tonlehrcr nichts von den Ac-corden geschrieben.

Der erste und wesentlichste Theilder heutigen Setzkunst bästeht in derKenntnis aller brauchbaren Accordeund der Arc, wie eine Reyhe dersel-ben in eine gute Verbindung zu brin-gen ist. Aber nicht nur der Tvnse«tzer, sondern auch der, welcher dieBegleitung eines Tonstüks auf sichnimmt, muß diese Kenntnis haben.In diesem Artikel wird die Bcschaf-

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