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gm. Dieses kann auf folgende Artgeschehen. Man bestreicht ein feinesPapier mit Terpcntinspirirns, davonwird es durchsichtig. Wenn es tro-kcn worden, so legt man dasselbe aufdie Originalzeichnung, die alsdcnnsehr klar durchscheinet, so daß sie mitDusch oder einer andern Farbe aufdas Oelpapier kann abgezeichnet wer-den. Legt man nun diese Zeichnungverkehrt auf den Grund der Kupfer-platte und zeichnet sie, nach der vor-her beschriebenen Methode, noch ein-mal ab, so werden die Abdrüke so,wie die Originalzeichnnng.
(5) Das, von H. Sulzer zum Durch-zeichnen (nicht Abzeichnen) angegebeneund aus dem bekannten Werke dcö Abr.Bosse (S. >9 und 2z. Ausg. vom J. 1745)genommene, vor Zeiten also wohl üblicheVerfahren würde, auf alle Fälle, chieZeichnung selbst entstellen, und IM allcn-fals nur von Künstlern sich anwenden,welche selbst die Zeichnung gemacht, undZU diesem Behufc gleich eingerichtet haben.Auch das müßigste Drucken mit dem fein-sten Stifte würde auf einer guten, undsogar nicht auf sehr dünnem Papier befind-lichen Zeichnung, Striche zurück lassen.Noch mehr aber würde diese durch das,von dem H. S. vorgeschlagene Färben der-selben auf der unrechten Seite verdorbenwerden. Um solche also aus dasjenige Pa-pier zu bringen, von welchem eigentlichsie auf die Platte aufgetragen werden soll,bleibt dem Künstler nichts übrig, als zuirgend einer Art von getränktem Oelpapierseine Zuflucht zu nehmen. Nur muß ersolches vor dem Gebrauch sorgfältig mitSemmel abreiben, weil das Ocl sonstsehr leicht in die Zeichnung selbst überge-hen, und sie fleckigt machen kann. Dasmit Terpcntiuspiritus zubereitete, von H.S. erwähnre Papier führt noch überdemden Nachtheil mit sich, daß es sehr leichtebricht; auch fallen die, darauf gemachtenStriche nicht allein zu breit aus, sondernder Rand dieser Striche wird auch, selbstbei) dem gelindesten Drucke, undurchsich-
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tig', und erschwert also das genaue und
richtige Austragen der Zeichnung auf diePlatte. Allen diesen Weitläuftigkeitenund Unbequemlichkeiten hilft das, in Eng-land, zum Durchzeichnen besonders er-fundene, und freplich in Deutschland nochnicht allgemein bekannte, gilbliche, so,genannte Oelpapier (Vil-psper) ab. Esscheint mit. demjenigen Oclfirniß, dessenman sich zu der Ucberziehuug der Lust-Ballons bedient, zubereitet zu seyn, undist nicht allein vollkommen durchsichtig,sondern nimmt auch die feinsten Vlepstist-striche an. —
Aber mit diesem Durchzeichnen, odermit diesem Auftragen der Zeichnung aufein dergleichen Papier, ist das Auftragenderselben auf die Platte, oder das eigent-liche Aufzeichnen derselben noch nichtgemacht. Die Platte des eigentlichenKupferstechers muß, zu diesem Behufc,auf eben solche Art, als die, zum Siezenoder Radiren bestimmte, Platte gegründetwerden; und, nachdem unter den, aufOelpapier gemachten Umriß der Zeichnung,ein, mit Rothffeln bestrichenes Blatt vondem allerfeinsten, aber geleimten, soge-nannten sinesischen Papier dergestalt gelegtworden, daß die gerötete Seite desselbengegen die Platte gekehrt ist, wird, ver,mittelst einer, etwas stumpfen Nadel, undmit schwachen Drucken, der Umriß aufdie Platte aufgetragen, oder sichtbar dar-auf gemacht. Daß bepde Blätter vorhermit Wachs an die Seiten der Platte fest-gemacht, und, nach aufgetragenen Um-rissen mit Vorsicht weggenommen werdenmüssen, vorzüglich wenn die Zeichnungsehr ausgeführt ist, so wie, daß der ei-gentliche Kupferstecher, wenn er hie, aufseiner Platte abgedruckten Umrisse seinerZeichnung, mit der Nadel darauf einge-rissen hat, den vorher gedachten Gruvdwieder wegschmelzt, ist bekannt.
A c a d e m i e n.
(Zeichnende Künste.)
Aeffentliche Anstalten, in welchendie Jugend in allem, was zum Zeich-nen