IS Abs
(B. i. S. >6z) „von der deutschenVcrsknnst" — so wie Hrn. SchlcflelsAbhandlung, „von der Harmonie desVerses" (Key s.Batteux B.-. S.477) —lind der vierte Abschnitt des achtzehntenKapitels der Clements c>k Oincjzm vonHome, können den vorstehenden Artikelergcknzen helfen.. —
Abschnitt in der Baukunst, sindin der toscanischen Ordnung einigerBaumeister hervorstehende Theile andem Lcics, welche so wie die Dre^schlitze der dorischen Ordnung dieBalkenkopfe des obersten Bodensvorstellen. One Alten fielen nicht ansdiese Abschnitt, die Scamo;;i zu-erst, aber nur über jede Säule einen,angebracht hat- Dadurch hat erdieser ohnedem schon kahlen Ordnungein noch magcrers Ansehen gegeben.Mit mehr Geschmack hat Goldmannsie durch den ganzen Fries ange-bracht, und sie, weil sie eben so,wie die Dreyschlitze entstanden, auchdcnsclbigcn Regeln unterworfen *).
Abseit e.
Ast im gemeinen Sinn ein kleinerRaum oderPlatz neben einem großenHauptplak. Daher hat es in denschönen Künsten zwei) besondere Be-deutungen bekommen.
Abseiten in der Baukunst wer-den vornehmlich in den, nach gemei-ner Art gebauten, Kirchen die Hey-den Theile genannt, welche rechtsund links an dem Hauptraum, derdas Schiff gcnennct wird, liegen,die man als Gange ansehen kann,durch welche man, ohne durch dasSchiff zu gehen, an welchen Ort des-selben man will, kommen kann-
Abseite einer Schaumünze, stxor-Zue, ein unten an der einen Haupt-seitc abgesonderter Platz, auf wel-chem insgemein die Jahrzahl oder et-was von Nebennmstanden der, auf
*) S. Lrcyschlitz.
Ab z
der Münze vorgestellten Sache, an-gczeiget wird *).
Abzeichnen, auch Durch-zeichnen.
Eine Zeichnung vom Papier auf ei-nen andern Grund, besonders aberauf den Firnisgrund, zum Radiren,mechanisch übertragen. Durch dasmechanische ist diese Arbeit vom ei-gentlichen Zeichnen mit freycr Handverschieden : denn bcym Abzeichnenführt die Hand den Stift über alleStriche der Originalzeichnung hin.
Man verfahrt hicbey auf verschie-dene Weise. Will man die Abzeich-nung auf Papier haben, so legt manein, mit fein geriebenem Rorhstein,oder Bleystift, oder etwas fett ge-machten Ruß, auf einer Seite bestri-chenes Papier, zwischen das Origi-nal und das Blatt, auf welches dieAbzeichnung kommen soll; mit einemfeinen Stifte von Silber, Elfenbeinoder hartem Holze, fahrt man mitmäßigem Druken über die Strichedes Originals, welche sich dadurchvon dem gefärbten Papier auf dasuntere Blatt abdruken. Noch kür-zer wäre es, wenn man ohne dasMittelblatt gleich die Originalzeich-nnng auf der unrechten Seite färbte.Aufdiese Art wird die Zeichnung auchauf den Grund einer Kupfcrplattegetragen.
Was auf diese Art abgezeichnet ist,wird, .nachdeni es gcäzt und von derPlatte abgcdrukt worden, verkehrtvorgestellt. Nämlich, was im Ori-ginal die rechte Seite ausmacht, istiin Abdrnk die linke. Und daherkommt es, daß in so manchem Ku-pfer die Degen an der rechten Hüftehängen, oder mit der linken Hand ge-zogen werden. Will man dieses ver-meiden , so muß man die Original-zcichnung verkehrt auf den Grund tra-gen.
*) S. Schaumünze.