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benommen hat. Sobald wir denVers nicht mehr mit Wohlklang le-sen, sondern Scanviren, so verliehetsich der Abschnit ganz.
Allein da der Vers ein einzigesunzertrennliches Glied ist, dessen Thei-le nicht von einander abgelöst sind,so muß der Abschnit so seyn, daßman bei) der kleinen Ruhe, nach demersten Theil desselben, fühlt, es ge-höre noch ein andrer Theil dazu.Dieses wird offenbar dadurch erhal-ten, daß der Abschnit mitten in ei-nen Fuß fallt; denn dadurch werdenwir gehindert zu lange auf dein Ru-hepunkt zu verweilen, und das Ohrfühlt, daß noch etwas folgen müsse.In dem Vers:
Du bringst früh oder spckh — ein jcdeSVornehmen Zu Ende.
kann man sich nach späch einen An-gcnblik verweilen, um der Stimmezur andern Halste des Verses eineneue Modification zu geben; aberman fühlt bey dem Verweilen, dader dritte Fuß noch nicht ganz aus-gesprochen ist, daß man noch nichtzum Ende des Taktes fey. Es istdaher eine Unvollkommcnhcit dcsAb-schnits, wenn derselbe nicht nur ei-nen Fnß, sondern sogar einen völli-gen Sinn endiget; wie in dem hal-ben Vers: Die Seele macht ihrElük. Denn da könnte sich das Ge-fühl des Fortfahrcns vcrlichren, undwürde sich in der That verliehren,wenn wir nicht ans Liebe zum Wohl-klang, ohne es zu wissen, diesen jam-bischen Vers, als einen trochaischcnlesen würden, dem eine kurze Shlbevorgesetzt ist.
Die j Seele I macht ihrsGlük; ihr i sinddie j äussern j Sachen.
Auf diese Weise retten wir die völligeTrennung des Verses in zwey Verse.Man kann es also zur Regel machen,daß der Abschnit nicht an das Ende,sondern in die Mitte eines Fußes falle.
Da er auch nöthwcndig ein Ver-weilen verursachet, so ist ferner na-
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türlich, daß er nach einer langenShlbe siehe, weil sich diese zum Ver-weilen am besten schiket. Diesesnennt man einen männlichen Ab«sehnst. Fallt er nach einer kurzenSylbe, wie in diesen Versen:Wie zärtlich klagt der Vogel, und ladet
durch den Hann,Den kaum der tcnz vcrjüngcrt, sein künf«tig Weibchen eln!so scheint es weniger natürlich, undwürde bcynahc ganz unmöglich fal-len, wenn nicht der Dichter die Ruhemit Gewalt hervorbrachte, indem erdurch Einschiebung einer, in sein Me-trum eigentlich nichtgehörigen, Syl«bc, den Fluß des Verses unterbricht.Dadurch aber verfallt er in den an-dern Abweg, und macht in der Thataus einem Vers zwei).
Es scheint aber, als wenn dieDauer oder der Nachdruk einer lan-gen Sylbc noch nicht einmal hinläng-lich zum Abschnit wäre, und daß eram Ende eines ganzen Wortes müßtegenommen werden: kluitis Partibusorationis llcmt, sagt Diomcdes vonden Abschnitt». Daher kommt es,daß der Abschnit i» den drei) letzten,der oben aus derNoachide angezoge-nen Versen ziemlich zwepdeutig wird.Der Grammatiker Diomcdes sagt,daß die Griechen den Abschnit an vierverschiedenen Stellen gesetzet haben;allein die Regeln dienen hier zu nichts,wo der Dichter blos dem Gehör fol-gen kann.
lieber den Ursprung des Abschnittes imVerse hat Batteux (S. H. SchlegelsUcbers. S. 191 und S. 2,2. Ausg. vomI. 1770.) sehr methodisch — oder lieberunmethodisch — philosophirt; besser ist, waser, wenn man es aufdcn VerS anwendet, inseinem gröbern Werke (in H. Ramlcrs Uc-bers. B. g. S. >Z5. -»tc Ausg.) und wasMarmontcl in dcni siebenten Kapitel derDoec. ki-snc. (B. I. S. 261 u. f. Po,-.-76z. 8-) davon sagt. Hrn. Ramlerseigenes Kapitel in dem Werke des erstemA 5 (B. ,.