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1 (1792) [A - D]
Entstehung
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Form sie ganz umgeben würde, nichtkönnen herausgenommen werden.Man hat deswegen eine Methode er-dacht, sie Stükweise abzuformen, unddie Stüke der Formen wieder zusam-men zu setzen. Das mechanische Ver-fahren dabey und die nöthigen Hand-griffe zu beschreiben, würde hier zuweitläuftig, auch zum Theil unnützeseyn. Man findet in allen beträcht-lichen Städten Italiener, die Gyps-bilder verkaufen, von denen mandieses lernen kann. Eine Beschrei-bung des ganzen Verfahrens findetman in Lcliöienu Grundsäyen 0erDanl'unsk.

Diese Abgüsse und die Abdrüke,davon vorher gehandelt worden, lei-sten den bildenden Künsten den Dienst,welchen die Gelehrsamkeit von derBuchdrukerey hat: beyde vervielfäl-tigen auf eine leichte Art die Werke dergrößten Meister. Der Gelehrte kannmit mäßigen Unkosten die wichtigstenWerke der Gelehrsamkeit in sein Ca-binet, und der Künstler eben so, dasvornehmste der bildenden Künste infeine Werksielle zusammen bringen.Durch die Abgüsse werden die Schran-ken, in welchen die vornehmsten Wer-ke bildender Künste eingeschlossen ge-wesen, weggerükt, und Rom kann da-durch in allen Landern zugleich seyn.

Nichts würde zur Ausbreitung derKunst vorthcilhafter seyn, als wenndie Besitzer der besten Originalwerkedie Verfertigung der Abgüsse beför-derten, oder auch nur erleichterten.Jede Academic der zeichnenden Kün-ste sollte eine vollständige Sammlungder besten Antiken haben, und würdesie auch haben, wenn nicht die Ab-formung so oft gehindert würde.Ludwig der XlV. hatte das uner-meßliche Ansehen, worinn er sichdurch seine Macht gesetzt hatte, bey-nahe ganz nöthig, nm für seine Aca-demic die Abgüsse der vornehmstenAntiken, die in Rom sind, zu erhal-

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ten, und Friedrich der I. in Preuf-scn mußte beträchtliche Summen ver-wenden, um nur einige der vornehm-sten Antiken für die Mahleracademiein Verlin abformen zu lassen, welchedoch hernach durch einen unglüklichenBrand vcrlohrcn gegangen.

Abgüsse von kleinen Werken, vongeschnittenen Steinen und Münzen,sind leichter zu haben. Viele Besitzerder Originale haben sich ein Ver-gnügen daraus gemacht, sie dazu her-zugeben; und der unermüdctc Flciseiniger Liebhaber, nebst der Begierdezu gewinnen verschiedener Kunst-händler, haben solche Abgüsse unge-mein vermehrt. Mail kann itzt inItalien um eine mäßige SummeGeldes viele tausend Schwefclab-güssc von geschnittenen Steinen ha-ben. Es wäre unbillig, wenn wirhier nicht der ruhmwürdigcn Bemü-hungen des verdienstvollen Kipperrs,in Dresden, gedächten. Dieser recht-schaffencMann hat mit bewunderns-würdiger Arbcitst'.mkcit eine beynaheunzählige Menge Abdrüke von Anti-ken, Steinen und Münzen aus allenCabinettcn von Europa zusammengebracht. Durch die glückliche Er-findung einer Masse, welche sowoldem Gyps, als dem Schwefel, weitvorzuziehen ist, hat er sich in Standgesetzt, jedem Liebhaber, der esverlangt, seine Sammlung, odereine Auswahl derselben, um einemäßige Summe zu überlassen. Mitdem Geschmack des feinsten Kennershat er aus seiner Sammlung überZweytauscnd der schönsten Stükeausgesucht, sie in eine fürtreffli-che Ordnung gebracht und in Eu-ropa ausgebreitet: so daß man sieitzt mit Her Leichtigkeit haben kann,mit welcher man Bücher aus an-dern Landern kommen läßt. Es istzu wünschen, daß Herr Küppere ei-ne ahnliche Sammlung antiker Mün-zen verfertigen und eben so ausbrei-ten möchte.

(--) Ausser