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1 (1792) [A - D]
Entstehung
Seite
XVIII
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XVlN

Vorrede

auszugeben. Diese Mängel und UnVollkommenheiten werden wenigleser so ausführlich darin erkennen, als ich selbst. Aber ich will nichtmein eigner Tadler seyn, sondern vielmehr, so weit es sich schiket, denTadel, der aus mich fallen könnte, von mir ablehnen.

Anfänglich hatte ich mir vorgesetzt, keinen einzigen Artikel, der ineinem solchen Werke natürlicher Weise gesucht wird, wegzulassen.Aber die östern Unterbrechungen der Arbeit ließen mich bald sehen, daßich darauf nicht würde bestehen können. Ich hatte weder Zeit genugmich einer ganzlichen Vollständigkeit zu versichern, noch Kenntnis genuggar alle in jeden Zweig der Kunst einschlagende Artikel zu bearbeiten.Daher kommt es also, daß einige Artikel vorschlich, andre aus Ver-sehen, weggeblieben sind, ob sie gleich eben so viel Anspruch auf denPlatz hatten, als andre, die da stehen. Unter andern war ich erst willensalle große Manner, deren Werke ich vor mich nehmen konnte, nach ih-rem Genie zu charakterisiren, jedem großen Redner und Dichter einenArtikel zu widmen, worüber man in diesem Theile einige Versuche inden Artikeln Aeschylus, Euripides, Homer u. a. finden wird. Diesesauszuführen war über meine Kräfte und über meine Zeit. Was aberdarüber einmal entworfen war, ließ ich stehen, um etwa künftige Ver-besserer dieses Werks zu ermuntern, diesen Mangel zu ersetzen.

Eine andre Unvollkomincnheit des Werks liegt in der Ungleichheit,die man zwischen verschiedenen Artikeln, sowol in der Behandlung derMaterien, als in der Schreibart, antreffen wird. Einige Artikel sindlänger, andre kürzer, als ich sie gewünscht hätte; in einigen herrscht einsteifer dogmatischer Ton, andre sind etwas andringlicher und wärmervorgetragen; einige Materie» sind etwas methodisch behandelt, da über.andre nur einzele Anmerkungen gemacht werden. Dieses alles habeich eingesehen, aber dem Uebelstand, der aus dem Mangel der Gleich-förmigkeit entsteht, nicht abhelfen können.

Noch eine Erinnerung, die sich über die meisten Artikel des Werkserstrekt, muß ich zu Abwendung nachtheiliger Urtheile beibringen.

Ich