u. Dadurch wird denn nun auch Fahne oder Laterneganz unnöthig, nnd die zeitraubenden, beschwerlichenund, bey stürmischem Wetter für Thürmer und am ThurmeVorübergehende selbst nicht gefahrlosen Operationen mit dengroßen, gewichtigen Stangen fallen nun weg.
3. Die einzige nähere Anzeige, die bisher durch dieSturmzeichen halb nnd halb gegeben wurde, war die derStärke oder des UmfangeS der Fenersbrunst durchmehr oder weniger Schläge. Ist gleich diese Notiz über-haupt weniger interessant, nnd liegt sie gleich fast und oftganz und gar nicht in der Macht der Thürmcr ans ihrem,vom Schauplätze des FenerS gewöhnlich sehr entferntenStandpunkte, so kann sie doch bei) der neuen Einrichtungwenigstens eben so gut als bisher durch Wiederholungdes Sturmzeichens geleistet werden.
st. Während ans der einen Seite durchaus keine Aus-gaben mit der neuen Einrichtung verbunden sind, erspartman auf der anderen Seite noch, waö bisher die Repara-turen von Fahne, Laterne u. s. w. gekostet haben.
S. Für die Sache selbst aber besteht bep weitem der wich-tigste Vortheil, der aus dieser Negnlirnng der Sturmzei-chen erwachse» würde, darin, daß es damit den Personen,die bei) den Löschanstalten angestellt sind, möglich wird,die vom St. StephanSthurme einlaufenden Fener-An-z eigen wenigstens obenhin zu c o n t r o l l i r e n. In je-dem solchen Aufbewahrungsorte von Feuerspritzen wird sichnämlich ein, nach obiger Art, eingctheüter Plan von Wienbefinden, und ein Blick ans diesen hinreichen, die Anzeigevon St. Stephan mit dem gegebenen Sturmzeichen zuvergleichen. Stimmen sie nicht mit einander überein, sowird man zuerst zu St. Stephan um die nöthige Erkun-digung zurückschicken, ehe man die Spritzen, vielleicht indie Irre, abfahren läßt.