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1 (1895) Die Immatrikulationen von 1409 - 1559
Entstehung
Seite
XXVIII
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EINLEITUNG.

celeberrima academia, seit S. 1520 schola, neben magistratus curriculo auch magistratus capedine(W. 1517), neben manu propria auch proprio caractere, neben intitulare auch conscribere, inscribere,immatriculare, cetui scholastico adicere (S. 1517), schale, nostre privilegio donare (S. 1520), privilegiisreipublice literarie donare (W. 1522), in album universitatis recipere (W. 1527), in album referre(W. 1529), huic albo addere (W. 1536), in numerum studiosorum referre (S. 1537), nomina in mili-tiam literariam dare (S. 1544), in militiam scolasticam recipere (W. 1556), rem publicam literariamhuius acaclemiae civibus, quorum nomina subscripsit, augere (S. 1557) u. a. ni. Simon Eissemann spricht(S. 1518) hochtönend von den classes quatuor nacionum. An Stelle der matricula ist jetzt über-wiegend album getreten, das, freilich vergeblich, Andreas Probst im W. 1519 durch leucoma zu er-setzen versucht hat.

Auch die academischen Titel haben dabei gewisse Aenderungen erfahren. Magister artiumwar, abgesehen natürlich von Standespersonen, die man, wie im S. 1475 den Pürsten Adolf vonAnhalt, der Ehre wegen mit den Insignien des Rectorats schmückte, jedes Oberhaupt der Uni-versität. Sehr häufig besaß natürlich der Rector noch eine andere Würde in einer der höheren Fa-cultäten, war er baccalarius oder baccalarius formatus theologiae, licenciatus iuris, doctor medicinaeoder dergl. mehr. Die academischen Titel haben dabei im Laufe der Zeiten gewisse Wandelungenerlebt. Die ersten Rectoren nannten sich, wenn sie überhaupt ihrer academischen Würde gedachten,magister in artibus. Erst Helmold Gledenstede brachte im W. 1416 die andere Form magister ar-tium zur Anwendung. Beide wechseln fortan mit einander ab. Johannes Czach (S. 1429) nennt sichzuerst sacrae theologiae professor, während Petrus Pirner (W. 1435) sich zuerst als artium liberaliummagister bezeichnet, welchem Beispiele erst wieder Heinrich Colhoff (S. 1449) und Nicolaus Schreytter(S. 1488) folgen. Seit des letzteren Rectorate erhalten alsdann die artes häufiger das Prädicat liberales.Bernhardin Thumiruicht (W. 1495) nennt sich indeß bonarum artium magister, Magnus Hundt (S. 1499)ingenuarum artium magister. Seitdem schwankt der Gebrauch. Unter Sixtus Pfeffer (S. 1506) er-scheint sogar in A' die Formel arcium ac utriusque iuris doctor, die wohl auf einem Fehler desSchreibers beruht, denn A" unterscheidet richtig artium liberalium magister, utriusque iuris doctor.Martin Meyendorn (W. 1506) endlich gelangt glücklich zu dem arcium et sacre theologiae professor.In der nächsten Zeit überwog wieder der liberalium , bonarum oder ingenuarum artium magister,von dem nur Andreas Probst (W. 1513 und W. 1519) mit dem gesuchten cyclicarum artium magister,Petrus Brockendorff (W. 1532) mit inclitarum artium magister und Wolfgang Schindler (W. 1514)mit philosophiae magister eine Ausnahme machten. Dem Wunsche, seine Wissenschaft insbesondereim Titel zur Geltung zu bringen, trugen zuerst Conrad Tockler /S. 1512) und Simon Eissemann(S. 1518) Rechnung, indem der eine dem artium magister noch ein in medicinis doctor et astronomus,der andere ein mathematicae artis p>rofessor hinzufügte. Ihm folgt darin Petrus Mosellanus (S. 1520und S. 1523), der sich als bonarum litterarum in utraque lingua professor bezeichnete. Seitdemfehlt jede stehende Form für den höchsten Titel der Artistenfacultät. Neben dem liberalium artiummagister erscheint magister philosophiae (Martin Titz, W. 1520), Henning Pyrgallus (S. 1525) nenntsich kurz und bündig philosophus, Caspar Barth (W. 1525) bonarum artium doctor und Paul Fetzer(S. 1526) ingenuarum artium et philosophiae magister. Die letztere Form hat zunächst für kurze ZeitAnwendung gefunden, wurde dann aber wieder verdrängt durch Bezeichnungen, wie bonarum lite-rarum in utraque lingua professor, in philosophia magister, bonarum litterarum professor, inclitarumartium magister u. a., ohne freilich ganz wieder zu verschwinden. Franz Kram (W. 1554) fügt danndem liberalium artium et iuris utriusque doctor das professor publicus bei. Eine bestimmte Formelhat bis zum Jahre 1559 sich nicht mehr allgemeine Anerkennung zu verschaffen gewußt.

In der Ueberschrift, des Semesters war des Termins zu gedenken, an dem der Rector seinAmt angetreten hatte. Wie in Prag und dem benachbarten Erfurt wechselte die höchste academischeWürde halbjährlich. In Prag fand die Wahl zu S. Georg und zu S. Gallus, also am 23. April und am16. October, statt. Leipzig hat sich diesem Brauche alsbald angeschlossen und Frankfurt a/O. ist ihm