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jedoch, wo die anstehenden Felsen bauwürdige Steine lie-fern, aus Bruchsteinen erbaut werden.
Die Constrnctivn der Schienen, ihre Befestigung undFundamentirung wird mit Rücksicht auf Localität undkünftige Unterhaltung am zweckmäßigsten in der Art aus-geführt werden, wie sie in England gebräuchlich ist; manhat sich zur Annahme dieser Constructions-Methode erst nachreiflicher Ueberlegung und Prüfung der nordamerikanischenund belgischen Methoden, in ihren Kosten der Anlage undUnterhaltung, wenn sie in dieser Gegend angewendetwürden, entschlossen.
Hiernach werden Schienen von gewalztem Eisen inLängen von 12 bis 13 Fuß und einer mittleren Schwerevon 40 Pfund per laufende 3 Fuß Purst) angewendet.Sie werden in Entfernungen von 3 Fuß durch gußeiserneStühle unterstützt und erhalten zwischen diesen Unter-stützungspunkten entweder die Fischbauch - (lisb dolliest)oder die Parallcl-Form, wie sie am wohlfeilsten beschafftwerden können. Die Stühle sind an den Vereinigungs-punktcn der Schienen 15^ Pfund, da wo sie nur als Un-terstütznngspunkte dienen 14^ Pfund schwer und ruhenauf Unterlags- oder Stuhlsteincn von Fuß Länge undBreite und 10 Zoll bis 1 Fuß Dicke. Auf hohen An-schüttungen, welche sich erst nach einigen Jahren vollstän-dig setzen, werde» statt der Steine hölzerne Querschwellenzur Uuterstützung der Stühle angewendet; mit dem Ver-faulen derselben comprimirt sich die Dammschüttung undwerden sie dann gegen Steine ausgewechselt.
Die Stuhlsteine resp, Querschwellen werden auf einer40 Zoll bis 1 Fuß starken Schicht zerschlagener Steineoder Kies fundamentirt, damit der Frost das Bahnge-stänge nicht heben und in Unordnung bringen kann. ZurAbleitung der Nässe werden aus dieser Fundamentirung inangemessenen Entfernungen sogenannte Sickcrkanäle bis indie, die Bahn begrenzenden Gräben geführt.
Ferner erfordert der Betrieb der Eisenbahn die Eta-blirung mehrerer Gebäude und Stationshöfe an denEndpunkten, für den Land-Verkehr auch inmitten derBahnlinie.
Bei Düsseldorf wird in der Gegend der Neustadt einStationshof eingerichtet, wo die Lokomotiven ihren Laufbeginnen, die Passagiere einsteigen und die Güter ver-laden werden. Auf diesem abgeschlossenen Hofe wird einErpeditions-Gebäude und Magazin zur Aufspeicherung derGüter erbaut. Etablissements aller Art können sich indieser Gegend mit der Eisenbahn in Verbindung setzen.Der erwähnte Stationshof wird durch eine Zweigbahnfür Pferdeförderung mit dem neuorbautcn Freihafen ver-bunden, welche innerhalb des Rheindammes durch dieGarnil on - Bäckerei über die Dainmstraße fortgeführt, am
südlichen Ende des Freihafens einmündet. Außer dieserVerbindung mit dem Freihafen beabsichtigt man, außer-halb des Rheindeichs vor dem Vergerthore einen neuenKrahne» zur Ueberladung der steuerfreien Güter aus denSchiffen auf die Eisenbahn am Rheinufer zu ctabliren,auch daselbst einen offenen Schuppen zur vorläufigeu Un-terbringung der Güter zu erbauen, und diese Anlage durcheine kleine Zweigbahn, welche mittelst einer bei hohenEisgängen zu verschließenden Ocffnung durch den Rheindeichgeführt wird, mit der Eisenbahn-Station zu verbinden.
Aehnliche Einrichtungen werden am Endpunkte derBahn in Elberfeld erfordert, auch werden kleinere Statio-nen in Erkrath, Millrath, bei Vohwinkel und Sonnborneingerichtet, wo Passagiere ab und zu gehen, Güter undKohlen für die Umgegend gelagert und kleine Wärter-wohnungen erbaut werden.
Endlich sind für die Wärter zur speziellen Beaufsich-tigung der Bahn kleine Wohnhäuser an denjenigen Punktenderselben zu erbauen, wo Hauptwege sie durchkreuzenund eine besondere Aufsicht nöthig ist, wo auch Passagiereab und zugehen können.
d. Einige spezielle Angaben der Construtcion.
Es liegt außer dem Zweck dieser Denkschrift, in dieDetails der Eonstruction einzugehen; indessen dürfte esfür manchen Leser nicht uninteressant sein, wenn die nähereEinrichtung der stehenden Dampfmaschinen hier kurz erör-tert wird.
Es wird der schlimmste der beiden vorkommendenFälle, die geneigte Ebene bei Hochdahl gewählt, welche1 in 30 ansteigt. Denkt man sich auf horizontalem Bodeneine Linie von 30 Fuß Länge abgemessen, an dem einenEndpunkt einen Stab vertikal aufgestellt, welcher einenFuß über den Boden hervorsteht und den andern Ent-punkt der Linie mit dem hervorstehenden Ende des Stabesdurch eine straff angespannte Schnur verbunden, so ver-versinnlicht die Steigung der angespannten Schnur dasSteigungs-Verhältniß dieser geneigten Ebene, auf welcherdie Wagen auf und abgehen sollen. Man hat sich diesegeneigte Ebene also keinesweges steil oder als eine beinahesenkrechte Wand, sondern vielmehr fast flach liegend undnicht steiler ansteigend zu denken, als die gewöhnlichenChausseen dieser Gegend, deren manche streckenweise dreimalso steil sind, wie diese geneigte Ebene.
Auf der Höhe dieser geneigten Ebene werden zweiDampfmaschinen, jede von 40 Pferdekraft errichtet, welchezusammen an einer gemeinschaftlichen Achse wirken.
Ein Bild des Gebäudes, iu welchem die Maschinenaufgestellt werden, ist in den Grundrissen und S Ansichtenauf dem beigefügten Plane angedeutet.