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Denkschrift über die Anlage einer Eisenbahn zwischen Düsseldorf und Elberfeld : mit Beifügung des veränderten Entwurfs des Status und anderer Actenstücke, so wie des Gutachtens des Civil-Ingenieuers Rob. Stephenson in London und mit einer Situations-Karte
Entstehung
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Düsseldorf-Elberfclder Bahngebiets, mit wesentlichem Vvr-theile gegen die seitherige Beziehung, herbeigeführt werdenkennen, und zwar durch Niederlagen bei Vowinkel, Mill-rath und Erkrath.

Nach dem bisherigen Bedürfnisse an Steinkohlen wür-den zum Ansätze kommen:

n. bei Vowinkel 230,000 Etr.

b. bei Millrath 100,000

o. bei Erkrath 40,000

Zusammen 390,000 Etr.

In dem Verhältnisse als für die Zufuhr zu diesenverschiedenen Magazinen nur ein Theil der Bahn benutztwird, ist die zu berechnende Fracht oder das Bahngeldzu kürzen, oder, was sich im Resultate gleich stellt, nureine Masse von 142,000 Etr. in Anrechnung zu bringen,

Auch das Salz, das zum Bedarf von Düsseldorfund den nächstgclcgenen Kreisen, bisher von den KöniglichenSalinen vermittelst der Lippcschiffahrt bis Wesel unddann rheinanfwärts bis Düsseldorf transportirt wurde,wird mit denjenigen Quantitäten, welche der übrige Theilder Bevölkerung des Bahngebiets consumirt, einen wichtigenGegenstand des Eisenbahntransportes, zn 44,000 Ctr.jährlich angeschlagen, ausmachen.

Endlich ist noch ein Quantum von 130,000 Ctr.jährlich an solchen Artikeln anzunehmen, die wegen ihresgeringen Werthes bei der seitherigen hohen Fracht wenig odergar nicht zwischen Düsseldorf nnd Elberfeld transportirtwurden, dagegen dem Eisenbahntransporte, bei der geringenFracht, ohne Zweifel anHeim fallen, als rheinische HausteineBacksteine, Traß, Kalk :c., wofür wenigstens 130,000Ctr. anzusetzen sind.

Hiernach entwickelt sich, neben dem vorhandenenFördernngsqnantum von 989,000 Ctr.das vorstehende als nnbezweifelte Zunahme,mit 366,000

so daß im Ganzen 1,333,000 Ctr.der Berechnung zum Grunde gelegt werden mögen.

Daß der Ansatz dieses Quantums nicht übertriebenist, geht unter andern auch aus der Erfahrung bei allenseither gebauten Eisenbahnen hervor, auf welchen sich derGüterverkehr auf das zwei- und dreifache vermehrt hat.

Was die Personenbeförderung auf der Düs-seldorf - Elbcrfeldcr - Eisenbahn betrifft, so ist vorab znbemerken daß die Königlichen Posten auf der seitherigenHeerstraße im Jahr 1836 außer den Gütern, etwasüber 12,300 Personen befördert haben.

Der Verkehr der Privat - nnd Micthwagen ist ans8000 Personen anzunehmen, so daß die Anzahl von20,300 beförderten Personen den Verkehrberechnnngen zumGrunde gelegt werden kann, deren Gewicht (dessen Angabebei der technischen Seite des Unternehmens in Betrachtkommt), auf 31,000 Ctr. das Gepäcke zugerechnet, anzu-schlagen steht.

Indessen ist bei. der Personenbeförderung auf derprojcctirtcn Eisenbahn auf eine bedeutende Vermehrungzn rechnen, wenn man die Erfahrung auf andern Eisen-bahnen und die bedeutende Bevölkerung des Bahngebiets inErwägung zieht.

Die Eisenbahn zwischen Brüssel und Antwerpen istvom 1. Mai bis 31. Dezember 1836, von 732,000Personen befahren, welche 731,000 Frs. bezahlten. Dietägliche Durchschnittszahl der Reisenden zwischen Liverpoolnnd Manchester, vor der Anlegung den Eiscnhahn, wargegen 430, jetzt aber ist die Durchschnittszahl über 1300.Ans der kurzen im Jahr 1834 eröffneten Eisenbahn zwi-schen Dublin und Kingstown, die nicht viel über einedeutsche Meile lang ist, hat die Zahl der Reisenden unge-fähr in gleichem Verhältnisse zugenommen.*)

Bei der Düsseldorf-Elbcrfeldcr Eisenbahn ist einesolche Zunahme des bisherigen Personenverkchres von 9 zu26 um so wahrscheinlicher, als von allen Richtungen herStraßenzüge mit bedeutender Pcrsoncnfrcqucnz an denEndpunkten der Bahn bei Elberfeld und Düsseldorf, sowie an den künftigen Zwischenstationen, münden.

Der weiter unten folgenden Darstellung des Ertragsder Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn wird daher eineFrequenz von 1,333,000 Ctr. Güter nnd 20,300 Personenzu 31,000 Ctr. Gewicht, zusammen ein Fördernngsquantnmvon 1,406,000 Ctr. zum Grunde gelegt und dabei ans eineZunahme der Personenbeförderung von nur 40,000 jährlichgerechnet.

5) Die DampfmaschinenFin ihreiFAiiwendung auf Eisen,bahnen :c. von Lardner, Leipzig 1826. S. 282.