220 Deutschland
„Mein liebes Kind, wohl dreizehn Jahr'Verflossen unterdessen!
Du wirst gewiß recht hungrig sein —Sag' an, was willst du essen?
„Ich habe Fisch und Gänsefleischllnd schone Apfelsinen/'
So gicb mir Fisch und GänsefleischUnd schöne Apfelsinen.
Und als ich aß mit großem App'tit,Die Mutter war glücklich und munter,Sie srng wohl dies, sie frug wohl das,Verfängliche Fragen mitunter.
„Mein liebes Kind! und wirst du auchNeckst sorgsam gepflegt in der Fremde?Versteht deine Frau die Haushaltung,Und flickt sie dir Strümpfe und Hemde?'
Der Fisch ist gut, lieb Mütterleiu,
Doch muß man ihn schweigend verzehren;Man kriegt so leicht eine Grät' in den Hals,Du darfst mich jetzt nicht stören.
Und als ich den braven Fisch verzehrt,Die GanS ward aufgetragen.
Die Mutter frug wieder wohl dies, wohl das,Mitunter verfängliche Fragen.
„Mein liebes Kind! in welchem LandLäßt sich am besten leben?
Hier oder in Frankreich? und welchem VolkWirst du den Vorzug geben? ,
Die deutsche Gans, lieb Mütterlcin,
Ist gut, jedoch die Franzosen,
Sic stopfen die Gänse besser als wir,
Auch haben sie bessere Saucen.
Und als die Gans sich wieder empfahl,Da machten ihre AufwartungDie Apfelsinen, sie schmcckten sv süß,
Ganz über alle Erwartung.
Die Mutter aber fing wieder anZu fragen sehr vergnüglichNach tausend Dingen, mitunter sogarNach Dingen, die sehr anzüglich.