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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
199
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Deutschland.

Der eine bewegte sogar den MundUnd hielt eine Rede, sehr lange;

Er setzte nur auseinander, warumEr meinen Respekt verlange.

Zuerst weil er ein Toter sei,

Und zweitens weil er ein König,

Und drittens weil er ein Heil'ger — jedochDas alles rührte mich wenig.

Ich gab ihm zur Antwort lachenden Muts:Vergebens ist deine Bemühung!

Ich sehe, daß du der VergangenheitGehörst in jeder Beziehung.

Fort! fort von hier! im tiefen GrabIst eure natürliche Stelle.

Das Leben nimmt jetzt in BeschlagDie Schätze dieser Kapelle.

Der Zukunft fröhliche KavallerieSoll hier im Dome Hausen,

Und weicht ihr nicht willig, so brauch' ich GewaltUnd laß' euch mit Kolben lausen!

So sprach ich, und ich drehte mich um,

Da sah ich furchtbar blinkenDes stummen Begleiters furchtbares Beil —Und er verstand mein Winken.

Er nahte sich, und mit dem BeilZerschmetterte er die armenSkelette des Aberglaubens, er schlugSie nieder ohn' Erbarmen.

Es dröhnte der Hiebe WiedcrhallAns allen Gewölben, entsetzlich! —

Blntströme schössen aus meiner Brust,

Und ich erwachte plötzlich.

Kapitel vm.

Von Köllen bis Hagen kostet die PostFünf Thalcr sechs Groschen Preußisch.Die Diligence war leider besetztUnd ich kam in die offene Beichais'.