„Hört es, hört, ich bin ein Bär,Nimmer schäm' ich mich des Ursprungs,Und bin stolz darauf, als stammt' ichAb von Moses Mendelssohn!"
Kapitel x.
Zwo Gestalten, wild und mürrisch,Und auf allen Vieren rutschend,
Brechen Bahn sich durch den dunklenTannengrnnd um Mitternacht.
Das ist Atta Troll, der Vater,Und sein Söhnchen, Junker Einohr.Wo der Wald sich dämmernd lichtet,Bei dem Blntstein, stehn sie stille.
„Dieser Stein" — brummt Atta Troll„Ist der Altar, wo DruidenIn der Zeit des AberglaubensMenschenopfer abgeschlachtet.
„O der schauderhaften Greuel!
Denk' ich dran, sträubt sich das HaarAns dem Rücken mir — Zur EhreGottes wurde Blut vergossen!
„Jetzt sind freilich aufgeklärterDiese Menschen, und sie tötenNicht einander mehr aus EiferFür die himmlischen Zutreffen; —
„Nein, nicht mehr der fromme Wahn,Nicht die Schwärmerei, nicht Tollheit,Sondern Eigennutz und SelbstsuchtTreibt sie jetzt zu Mord und Totschlag.
„Nach den Gütern dieser ErdeGreifen alle um die Wette,
Und das ist ein ew'ges Nausen,
Und ein jeder stiehlt für sich!
„Ja, das Erbe der GesamtheitWird dem Einzelnen zur BeuteUnd von Rechten des BesitzesSpricht er dann, von Eigentum!