Druckschrift 
3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
134
Einzelbild herunterladen
 

MM

M

134 Atta Troll.

Aber selbst im EnthusiasmusLächeln sie. Ohnmächtig istSelbst die Tanzkunst, sie zu bessern,Und sie bleiben stets frivol."

Kapitel vm.

Mancher tugendhafte BürgerDuftet schlecht auf Erden, währendFürstcnknechte mit LavendelOder Ambra parfümiert sind.

Jungfräuliche Seelen gicbt es,

Die nach grüner Seife riechen,

Und das Laster hat zuweilenSich mit Rosenöl gewaschen.

Darum rümpfe nicht die Nase,

Teurer Leser, wenn die HöhleAtta Trolls dich nicht erinnertAir Arabiens Spezereien.

Weile mit mir in dem Dunstkreis,In dem trüben Mißgeruche,

Wo der Held zu seinem SohneWie aus einer Wolke spricht:

Kind, mein Kind, du meiner LendenJüngster Sprößling, leg' dein EinohrAn die Schnauze des ErzeugersUnd saug ein mein ernstes Wort!

Hüte dich vor Menschendcnkart,Sie verdirbt dir Leib und Seele;

Unter allen Menschen giebt esKeinen ordentlichen Menschen.

Selbst die Deutschen, einst die bessern,Selbst die Söhne Tuiskions,

Unsrc Vettern aus der Urzeit,

Diese gleichfalls sind entartet.

Sind jetzt glaubenlos und gottlos,Pred'gen gar den Atheismus

Kind, mein Kind, nimm dich in achtVor dem Feuerbach und Bauer!