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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
128
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123 Aila Troll,

Übermannt von Selbstbegeistrnug,

Will er durch die That bekunden,

Daß er nicht ein armer PrahlhanS,Daß er wirklich groß als Tänzer

Und vom Boden springt er plötzlich,Stellt sich ans die Hintcrtatzcn,

Und wie ehmals tanzt er wiederSeinen Lcibtanz, die Gavotte.

Stnmm, mit aufgesperrten Schnauzen,Schauen zu die Bttrenjungen,

Wie der Vater hin und her springtWunderbar im Mondenscheine.

Kapitel v.

In der Höhle, bei den Seinen,

Liegt gemütskrank auf dem RückenAtta Troll, nachdenklich saugt erAn den Tatzen, saugt und brummt:

Mumma, Mumma, schwarze Perle,Die ich in dem Meer des LebensAufgefischt, im Meer des LebensHab' ich wieder dich verloren!

Wcrd' ich nie dich wiedersehen,

Oder nur jenseits des Grabes,

Wo von Erdenzotteln freiSich verkläret deine Seele?

Ach! vorher möcht' ich noch einmalLecken an der holden SchnauzeMeiner Mumma, die so süße,

Wie mit Honigseim bestrichen!

Möchte auch noch einmal schnüffelnDen Geruch, der eigentümlichMeiner teuren schwarzen Mumma,Und wie Rosenduft so lieblich!

Aber ach! die Mumma schmachtetIn den Fesseln jener Brut,

Die den Namen Menschen führet,Und sich Herrn der Schvpsung dunkelt.