Zcitgcdichic.
8.
Mit dummen Mädchen, Hab' ich gedacht,Nichts ist mit dummen anzufangen;
Doch als ich mich an die klugen gemacht,Da ist es mir noch schlimmer ergangen.
Die klugen waren mir viel zu klug,Ihr Fragen machte mich ungeduldig,Und wenn ich selber das Wichtigste srng,Da blieben sie lachend die Antwort schnlgig.
Einem Abtrünnige».
O des hcil'gcn Jngcndmutes!O, wie schnell bist du gebändigt!Und du hast dich, knhlern Blutes,Mit den lieben Herrn verständigt.
Und du bist zu Kreuz gekrochen,Zu dem Kreuz, daS du verachtest,DaS du noch vor wenig WochenIn den Staub zu treten dachtest!
O, daS thut das viele LesenJener Schlegel, Haller, Bnrke —Gestern noch ein Held gewesen,Ist man heute schon ein Schurke.
Die ungetreue Luise.
Die ungetreue Luise,
Sie kam mit sanftem Geflüster.Da sah der arme Ulrich,Die Kerzen, die brannten so düster.
Sie kos'te und sie scherzte,Sie will ihn heiter machen . . .„Mein Gott, wie bist du verändert,Ich hör' dich nicht mehr lachen!"
Sie kos'te und sie scherzte,Zu seinen Füßen gelagert . . .„Mein Gott, wie deine HändeSo kalt und abgemagert!"
Sie kos'te und sie scherzte,
Doch mußte sie wieder stocken . . .„Mein Gott, so grau wie AscheSind jetzo deine Locken!"