Neue Gedichte.
lind freut sich der blühenden Sommernacht;Ich wandle allein, mir fehlt das beste.
Ich wandle allein, gleich einem Kranken!Ich fliehe die Lust, ich fliehe den Tanz,Und die schöne Musik und den LampenglanzIn England sind meine Gedanken.
Ich breche Nasen, ich breche Nelken,Zerstreuten Sinnes und kummervoll;Ich weist nicht, wem ich sie geben svll —Mein Herz und die Blumen verwelken.
14.
Gesanglos war ich und beklommenSo lange Zeit — nun dicht' ich wieder;Wie Thränen, die uns plötzlich kommen,So kommen plötzlich auch die Lieder.
Melodisch kann ich wieder klagenVon grostem Lieben, größerm Leiden,Von Herzen, die sich schlecht vertragen,Und dennoch brechen, wenn sie scheiden.
Manchmal ist mir als fühlt' ich wehenÜber dem Haupt die deutschen Eichen —Sie flüstern gar von Wiedersehen —Das sind nur Träume — sie verbleichen.
Manchmal ist mir, als hört' ich singenDie alten deutschen Nachtigallen —Wie mich die Töne sanft umschlingen! —Das sind nur Träume — sie Verhallen.
Wo sind die Rosen, deren LiebeMich einst beglückt? — All ihre BlüteIst längst verwelkt! — Gespenstisch trübeSpukt noch ihr Duft mir im Gemiitc.
In der Frcindc.
1.
Es treibt dich fort von Ort zu Ort,Du weißt nicht mal warum;
Im Winde klingt ein sanftes Wort,Schaust dich verwundert um.