Wir sagten uns viel hundertmal.Daß wir einander lieben;Wir standen an der Straßeucck,Und sind da stehn geblieben.
Die Göttin der Gelegenheit,Wie'n Zöschen flink und heiterKam sie vorbei und sah uns stehn,Und lachend ging sie weiter.
3.
In meinen Tagesträumen,In meinem nächtlichen Wachen,Stets klingt mir in der SeeleDein allerliebstes Lachen.
Denkst dn noch MontmorenchS,Wie du auf dem Esel rittest,lind von dem hohen SattelHinab in die Disteln glittest?
Der Esel blieb ruhig stehen,Fing an, die Disteln zu fressen —Dein allerliebstes LachenWerde ich nie vergessen.
'
.
4.
(Sic spricht')
Steht ein Banm iin schönen GartenUnd ein Apfel hängt daran,
Und es ringelt sich am AsteEine Schlange, und ich kannBon den süßen SchlangenaugenNimmer wenden meinen Blick,Und das zischelt so verheißend,Und das lockt wie holdes Glück!
(Die andere spricht:)
Dieses ist die Frucht des Lebens,Koste ihre Siißigkeit,
Daß du nicht so ganz vergebensLebtest deine Lebenszeit!
Schönes Kindchen, fromme Taube,Kost' einmal und zittre nicht —
Folge meinem Rat und glaube,Was die kluge Muhme spricht.