32 Neue Gedichte.
7.
Wenn ich, beseligt von schönen Küssen,
In deinen Armen mich wohlbefinde,
Dann mnßt du mir nie van Deutschland reden; —Ich kann's nicht vertragen — es hat seine Gründe.
Ich bitte dich, laß mich mit Deutschland in FriedenDu mnßt mich nicht Plagen mit einigen FragenNach Heimat, Sippschaft und Lebensverhältnis; —Es hat seine Gründe — ich kann's nicht vertragen.
Die Eichen sind grün, und blan sind die AugenDer deutschen Frauen; sie schmachten gelinde,Und seufzen Vvn Liebe, Hoffnung und Glauben!Ich kann's nicht vertragen — es hat seine Gründe.
8.
Fürchte nichts, geliebte Seele,Ubersichcr bist du hier;
Fürchte nicht, daß man uns stehle,Ich verriegle schon die Thür.
Wie der Wind auch wütend wehe,Er gefährdet nicht das HanS;Daß auch nicht ein Brand entstehe,Lösch' ich nnsre Lampe aus.
Ach, erlaube, daß ich windeMeinen Arm um deinen Hals;Man erkältet sich geschwindeIn Ermanglung eines Shawls.
9.
Wie die Hände lilienweiß!
Wie daS Haar sich träumend ringeltUm daS ros'ge Angesicht!
Ihre Schönheit ist vollkommen.
Heute nur ivill mich bedünken— (Weiß nicht, warum), — ihre TailleSei nicht mehr so schlank wie ehmals,Könnt' ein bißchen schmäler sein.