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Maaßgabe ihrer Erfahrung die einzelnen Arzneimittel zu-Hammen.
Je weiter indessen allmählig die Arzneikunst vorwärtsschritt, je rathsamer die Aerzte es fanden, in die künst-liche Verbind ring verschiedener Arzneikraste zu dem-selben Zwecke einen Hauptwerth ihrer Berufskenntniß zusetzen, und je bestimmter sie zugleich ihren eignen Vor-th eil dabei fanden, diese künstliche Zusammenstellung dereinzelnen Mittel als ein sehr schwer zu erlangendes, Zeitund Mühe raubendes Geheimniß darzustellen, desto unbe-denklicher entschlossen sie sich nach und nach dazu, die ge-naue Auswahl und Sortirung der einzelnen Heilpflanzenu. s. w. durch andere Leute verrichten zu lassen. Es bildetesich daher bald nicht nur für das Einsammeln, sondernauch für die Auswahl und Aufbewahrung, sowie für denVerkauf solcher Heilmittel ein eigenes Gewerbe. DerAnlaß hierzu war um so starker, da mit der Zeit vielenicht einheimische, sondern erst aus entfernten Ge-genden herbei zu schassende Krauter, Wurzeln u. dergl. inden Arznei-Gebrauch gezogen wurden, mit deren zeitrau-bender Herbeischaffung die Aerzte selbst sich noch viel wenigerhatten abgeben können, zu deren Anwendung aber gleich-wohl letztere um so eher Gelegenheit zu geben pflegten, jeleichter es ihnen ward, gerade aus solchen Mitteln ohnegroßen Anstoß recht theure, und also einträgliche Re-cepte zusammen zu stellen. Ueberdieß dienten gar vieleals Heilmittel übliche Dinge gleichzeitig auch noch zu an-dern Zwecken, in wie fern sie z. B. zur Zurichtung undWürzung von Speisen, zur Farberei und Malerei, zu Wohl-gerüchen, zu den ehemals so vielbeliebten Bade-Salbenu. s. w. brauchbar waren, während mehrere davon auch