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2 (1842) (1842)
Entstehung
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gearbeiteten Spitzen und Kanten erhält mit vollemRechte einen Platz.

Die Spitzen und Kanten werden nicht gewebt, dennsie haben weder Kette, noch Einschlag; vielmehr gleicht ihreVerfertigung dem Stricken der Netze, von welchem obendie Rede war. Allein dennoch ist zwischen beiden Produc-tioncn ein wesentlicher Unterschied. Denn während beimNetzstcicken ein einziger Faden zu Flächen verflochtenwird, verfertigt man die Spitzen aus so viel Fäden, alsgerade die Eigenthümlichkeit und Breite des vorliegendenMusters verlangt; wobei beliebige Zeichnungen fast aufdieselbe Art hineingeflochten werden, wie man etwa diegeschnürten Stock- und Uhrbänder damit versieht.

Es wird dabei die Operation des Spitzen-Flechtensoder des sogenannten Klöppelns so vo-genommen, daßman das auf einem Pergament mit Nadelstichen vorge-zeichnete Muster auf dem gepolsterten Klöppelkästchcn be-festigt, den Zwirn auf so viel einzelne Spindeln oderKlöppel stocke aufwickelt, als das vorliegende Mustereinzelne Fäden verlangt, und nun die Arbeit selbst durchein geregeltes Uebcreinander- und Durcheinander-Werfendieser Klöppclstöcke so bewerkstelligt, daß sich die einzelnenFäden um die in die Löcher des Musters gesteckten Nadelnschlingen, und hierdurch die verschiedenartigen „Augen" sichbilden, welche zusammen genommen die durchbrochene Ar-beit des Spitzenmusters ausmachen*).

*) Eine ausführliche Beschreibung des SpitzenklöppelnS findetsich in der großen französischen linezcloprckie, Th. IV. S. 844n. ff. der Pariser Fvlio-Ansgabe, wozu dann die erläuternden Zeich-nungen in der zweiten Abtheilung der zweiten Lieferung der mitGesch. d. Erfind. 2. Bd. 18