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nütz, weil ein Pfund Silber unter einem Centncr vonanderem Metall unmöglich Wirkung thun kann, und mehrBeimischung von Silber zu kostspielig sevn würde, sondernman sollte diese Beimischung sogar verbieten, weil jedenicht ganz große Quantität von Silber auf diese Art ver-loren geht, in wiefern sie sich aus der übrigen Glockenspeisenicht ohne Zerstörung der letztern wieder ausscheiden läßt.Anders verhält es sich freilich mit Glocken von reinemSilber; denn durch diese wirb daS edle Metall, das aller-dings den schönsten Klang giebt, auch zugleich ohne Schadenin Schatz gelegt: allein solche ganz silberne Glocken kommender Kostspieligkeit wegen jetzt wohl nirgends mehr vor, unddie wenigen, die es fcüherhin gab, sind eben so wie diealten Kanonen und Heiligen-Bilder von Silber fast überallin die Münzstätten gewandert.
Uebrigens wird jetzt den Glockengießern gewöhnlichdie Mühe erspart, ganz neue Glockenspeise zu mischen;denn in der Regel liefert man ihnen schon altes Glocken-gut zu ihrer Arbeit, welches alsdann blvs eines wohlerwo-genen Zusatzes bedarf. Dagegen sind sie desto mehrverpflichtet, zur Herstellung eines harmonischen Glocken-geläutes auf Abwägung der verschiedenen Stärke fürdie einzelnen Theile jeder Glocke alle Aufmerksamkeit zuverwenden. Da nämlich eine Glocke von durchgängiggleicher Dicke dumpf klingen, und eine zu starke,statt zu tönen, nur summen würde, so muß das Meralldes obern Theils oder Halses einer Glocke der Stärkenach mit dem untern Theile oder Kranze in ein richtigesVerhältniß gesetzt werden, was denn wieder zu den Ge-heimnisten der Glockengießerei gehört. Und vamit eineharmonisch berechnete und fehlerfreie, ohne Knoten u. s. w.