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2 (1842) (1842)
Entstehung
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Königen und Fürsten in ihre Städte schon sehr frühzeitigdurch allgemeines Glocken-Geläute gefeiert ward. Eben scbenutzte man die weithin tönende Wirkung der Glockenzum Sturm- und Feuerläuten; und schaffte, damit diesesschreckenerregende Signal besonders deutlich hervortrete, ent-weder eigene Sturm- und Feuer-Glocken dazu an,oder ließ wenigstens die gewöhnlichen Glocken für diesenZweck auf eine ganz eigenthümlichc Weise ertönen;woraus die Feuer-Signale entstanden. Unter diesenSturmglocken wird in der Geschichte des Mittelaltersbesonders dem sogenannten „Zroßen Roland" zu Gent,einer angeblich eilf tausend Psund schweren Glocke, einewichtige Stelle eingeräumt.

Nachdem man einmal den Gottesdienst überhaupt durchKicchengeläute anzudeuten begonnen hatte, lag es ziemlichnahe, auch die kirchlichen Gebräuche bei Begräbnissen, Tau-fen und Trauungen damit auszuzeichnen. Bei Begrab -nissen geschah dieß am frühesten; nämlich schon währenddes neunten Jahrhunderls; in so fern man damals, wennein Aranker von Ansehn im Sterben lag, die Ueberlebendendurch Glockengcläute zu Gebet und Fürbitte für ihn einlud.Im eilften und zwölften Jahrhunderte scheint das Lautenbei Begrabnissen schon bisweilen bis zum Uebermaaß ge-trieben worden zu seyn; denn zu dieser Zeit ward unterandern zu Bologna verordnet, nur die Glocken der be-treffenden Pfarrkirche sollten bei Begräbnissen gebrauchtwerden*). Das Trauerlauten beim Tode des Landcs-

Vergl. Hüllmann, a. a. O., Th. IV. S. 164. Wahr-scheinlich wurde damals das Lauten bei Begräbnissen eben so über-trieben, als das Heulen und Schreien von Seiten der Weiber,