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2 (1842) (1842)
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Bei den Türken selbst wird übrigens der Ansang des Got-tesdienstes dadurch angedeutet, daß ihre Kirchner oder Hol-schilarcn täglich zu bestimmten Stunden die spitzigenThürme (Minarets) der Moscheen besteigen, und von daaus durch ein besonderes eintöniges Geschrei die Gläubigenzum Gebet zusammen rufen. Auch die Perser, wie über-haupt alle Muhammedaner, verwerfen den Gebrauch derKirchenglocken; obwohl Metall-Schellen und Silber-Glocken-spiele ihnen eben so wenig fremd sind, wie den Chinesen-

Nicht uninteressant sind die hier und da vorkommendennäheren Angaben über die besondere Größe mancherKirchen-Glocken, namentlich weil sie es deutlich beweisen,daß wirklich, wie wir schon oben sagten, zu gewissen Zeilenwahrer Prunk mit dieser Ausstattung der Kirchen getriebenward.- weshalb einige kleine Notizen darüber hier wohleine Stelle verdienen.

Nehmen wir zunächst Deutschland selbst, wo vonItalien aus die Kirchen-Glocken bald bereitwillige Ausnahmefanden, deshalb in Obacht: so verdient ihres außerordent-lichen Umsangs wegen die große Glocke auf dem Stephans-Thurme zu Wien jedenfalls die erste Stelle. Sicwurde im Jahre 1711 auf Befehl Kaiser Joseph's I. vondem Stückgicßer Johann Aichhammer aus den Ka-nonen gegossen, welche man nach dem Entsatz von Wienbei der Belagerung durch die Türken im Jahre 168Z,dem fliehenden Heere der letztern in großer Anzahl abge-nommen hatte; und am 6. Nov. desselben Jahres erhieltsie ihre Stelle auf dem Stephansthurme. Eine lateinischeInschrift darauf besagt ausdrücklich, daß diese Glocke vonKaiser Joseph I. zum Andenken an „die ehemals erfochtencngroßen Siege" hier ausgehangen worden. Eine zweite